Im Tafelobst- und Beerenbau wird rund 95 Prozent des Einkommens am Markt erzielt. Direktzahlungen machen in der Obstproduktion nur etwa fünf Prozent des Einkommens aus. Doch damit der Schweizer Obstbau zukunftsfähig bleibt, braucht er die Unterstützung der Politik. Darauf wiesen Nationalrätin Simone de Montmollin, Vorstandsmitglied des Schweizer Obstverbands, und Präsident Jürg Hess im Rahmen der Veranstaltungsreihe «Gespräch unter dem Apfelbaum» in der Galerie des Alpes im Bundeshaus hin.
Nur mit gezielter politischer Unterstützung kann die Obstbranche rentabel bleiben und weiterhin qualitativ hochwertige Früchte aus der Schweiz anbieten, so das Credo des SOV. «Ohne faire Wettbewerbsbedingungen droht eine schleichende Erosion der inländischen Produktion», warnt Jürg Hess. Der Verband nutzte die Gelegenheit und erläuterte den Politikerinnen und Politikern, wie sie die Obstbranche konkret unterstützen können: durch die Stärkung des inländischen Markts, den praktikablen Schutz der Kulturen, die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren – etwa für Unterkünfte und Infrastruktur – sowie die Sicherstellung der landwirtschaftlichen Absatzförderung.
Beim Apéro riche und der Degustation von frischen Schweizer Kirschen bot sich die Gelegenheit zum persönlichen Austausch zwischen Politik, Vertretenden der Mostereien, der Produktion und des SOV.