(denner.ch) - Der Kartoffelanbau steht vor immer grösser werdenden Herausforderungen. Klimawandel und höhere Temperaturen erschweren den Anbau. Die Forschung und die Landwirtschaft arbeiten bereits an möglichen Lösungen. Jetzt unterstützt Denner ein vielversprechendes Projekt der Berner Fachhochschule. Damit die Kundinnen und Kunden auch in Zukunft zu Rösti, Herdöpfelstock und Pommes-Chips in den Denner-Regalen greifen können.
Das Projekt der Berner Fachhochschule zur Erhöhung der Anbaufläche von robusten Sorten in der Schweiz wird von Denner und IP-Suisse mitfinanziert und geschieht in Zusammenarbeit mit Agroscope sowie der gesamten Kartoffelbranche. Lisa Züger, Leiterin Nachhaltigkeit bei Denner: «Robuste Sorten sind wichtig, um den Kartoffelanbau in der Schweiz langfristig zu erhalten. Diese Kartoffelsorten sind weniger anfällig für die Kraut- und Knollenfäule und sollen zudem auch resilienter gegen Wetterextreme wie zum Beispiel Hitze- und Trockenheit sein.»
Sie ergänzt: «Gemeinsam mit IP-SUISSE setzt sich Denner für die Erhaltung der Biodiversität in der Schweiz ein – so auch in diesem Projekt. Eine erhöhte Nutzung der robusten Sorten würde den Schweizer Bäuerinnen und Bauern helfen. Weniger Krankheiten bedeuten weniger Pflanzenschutzmitteleinsatz und weniger Ernteausfälle. Deswegen unterstützen wir dieses vielversprechende Forschungsprojekt. Unser Ziel: die Sorten künftig vermehrt in unseren Filialen anbieten – sobald sie marktfähig sind.»
Ziel des Projekts ist es, die geschmackliche und visuelle Akzeptanz robuster Sorten bei den Konsumentinnen und Konsumenten zu testen. Denner schlägt somit eine wichtige Brücke vom Anbau bis zum Kunden und fördert die Markteinführung nachhaltiger Kartoffelsorten. Der dadurch erreichbare Schutz der Biodiversität und die Reduktion der Treibhausgasemissionen entlang der Wertschöpfungskette sind für Denner zwei zentrale Massnahmen, um die gesteckten Nachhaltigkeitsziele in den Bereichen Klima und Biodiversität zu erreichen. Dazu Stefan Vogel, Forscher an der HAFL: «Wir haben festgestellt: Reduzierte Fungizid-Einsätze führten zu deutlicher Risikominderung für Oberflächengewässer und Gewässerorganismen. Unser Ziel ist eine enge Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette — von Produzenten über den Handel bis zum Verbraucher.»
Weiterführende Informationen und Interview mit Stefan Vogel von der HAFL
Wann können Denner Kunden die neuen Sorten testen?
In einer Degustation im Frühjahr 2026 wurden die Kartoffeln in einem 80-köpfigen Degustationspanel getestet. Im Herbst 2026 verteilt Denner seinen Kundinnen und Kunden in ausgewählten Filialen Produktproben. Die neuen robusten Kartoffelsorten werden gratis abgegeben. Gleichzeitig wird Kundenfeedback eingeholt. Sollte das Feedback positiv ausfallen, wird Denner eine langfristige Aufnahme ins Sortiment prüfen. Stefan Vogel fasst zusammen: «Entscheidend sind: gesicherte Konsumentenakzeptanz, Mindestqualitätsanforderungen und konsistente Ertragsleistung, das Vertrauen der Produzenten in die Sorten, ausreichend verfügbares Pflanzgut sowie zufriedenstellende Lagerfähigkeit. Sind diese gegeben, ist eine breite Vermarktung realistisch.»