SWISSCOFEL
SWISSCOFEL
Interessen seiner Mitglieder einheitlich darzulegen und zu vertreten
SWISSCOFEL
SWISSCOFEL
Transparenz der Preis- und Marktsituation
SWISSCOFEL
SWISSCOFEL
Transparenz der Preis- und Marktsituation
SWISSCOFEL
SWISSCOFEL
Der Verband des Schweizerischen Früchte-, Gemüse- und Kartoffelhandels
SWISSCOFEL
SWISSCOFEL
Transparenz der Preis- und Marktsituation
 
 

02.08.2019

Besserer Schutz vor Cyberrisiken

(foodaktuell.ch) - Auch die Lebensmittelindustrie ist zunehmend abhängig von Informatik- und Telekommunikationssystemen und damit angreifbar durch Cyberkriminelle. Der Bund will die Lebensmittelindustrie schützen.

Ein Ausfall von Informatik- und Telekommunikationssystemen (IKT) gefährdet die Geschäftstätigkeit von Unternehmen und die Versorgung der Schweiz mit kritischen Gütern und Dienstleistungen. Schon im Jahr 2012 hat der Bundesrat die nationale Strategie zum Schutz von lebenswichtigen Branchen vor Cyberrisiken (NCS) beschlossen. Im 2018 wurde dazu der allgemeine IKT-Minimalstandard eingeführt. Auch die Lebesnmittelindustrie gehört zu den systemrelevanten Wirtschaftszweigen der Schweiz.

Zur Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln, hat das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL), jetzt den Minimalstandard mit dem Branchenstandard für die Lebensmittelversorgung ergänzt. Das Branchendokument, welches anerkannte Richtlinien und Empfehlungen zur Verbesserung der IKT-Sicherheit beinhaltet, hat das BWL gemeinsam mit Experten aus der Lebensmittelindustrie ausgearbeitet, wie das Amt in einer Medienmitteilung schreibt. Die Empfehlungen sollten von den Unternehmen der Branche im Sinne einer «Selbstregulierung» freiwillig umgesetzt werden.

Der IKT-Minimalstandard für die Lebensmittelversorgung richtet sich gemäss Mitteilung, grundsätzlich an alle Unternehmen, die an Produktion, Verteilung, Import und Verarbeitung von Lebensmitteln beteiligt sind. Grundlage sei die Analyse der geschäftskritischen und für die Versorgung des Landes wichtigen Prozesse in der Lebensmittelindustrie sowie die dafür eingesetzten IKT-Systeme. Dazu würden zum Beispiel die Warenwirtschaftssysteme, die Kassensysteme, Logistiksysteme, Systeme für den Zahlungsverkehr und insbesondere sogenannte «SCADA-Systeme», welche zur Steuerung der Produktion eingesetzt werden, gehören, wie das BWL weiter schreibt.

Der IKT-Minimalstandard für die Lebensmittelversorgung helfe Unternehmen, ihre kritischen Systeme zu identifizieren, Risiken zu bewerten und Schutzmassnahmen zu treffen und trage damit zu Sicherstellung der Versorgung der Schweiz mit Lebensmitteln bei.