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19.06.2019

Die IG Zukunft Pflanzenschutz warnt vor den Pestizid-Initiativen

(Schweizer Bauer) - Haben 85% der Mittel gespart» Die Landwirtschaft spart schon heute viele Pflanzenschutzmittel ein. Und es sollen dank der Forschung noch mehr werden.
Fünf Verbände haben im Januar die Interessengemeinschaft (IG) Zukunft Pflanzenschutz gegründet, darunter der Obstverband, der Gemüseproduzentenverband, Swisspatat und der Gärtnerverband Jardin Suisse. Nun hat die IG zu einer Medienkonferenz geladen. Unter dem Druck der Pestizid-Initiativen setzt sie sich zum Ziel, bis 2030 Alternativen zu den Pflanzenschutzmitteln mit besonderem Risikopotenzial entwickelt zu haben, die ökonomisch und ökologisch nachhaltig sind. Zu diesem Zweck soll die Forschung weiter intensiviert werden, und die entsprechenden Investitionen sollen verdoppelt werden. «Wir müssen alternative Methoden entwickeln», betont Olivier Mark von Jardin Suisse, «niemand braucht gerne Pflanzenschutzmittel. Unsere Verbände haben in den letzten Jahren Dutzende Projekte im Bereich Pflanzenschutz gestartet und Investitionen von 12 Mio. Franken ausgelöst.» Produzenten nutzen bereits heute zahlreiche Methoden, um den Pflanzenschutzmitteleinsatz zu senken. Thomas Wyssa vom Gemüseproduzentenverband setzt auf seinem Betrieb in Galmiz FR einen kameragesteuerten Hackroboter, den Steketee IC Weeder, ein. Dieser hackt in und zwischen den Reihen und sprüht Pflanzenschutzmittel gezielt auf einzelne Pflanzen. «Dieser Prototyp ist einzigartig in Europa», betont Wyssa. «Er bewährt sich sehr gut, wir konnten den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln um 85 Prozent reduzieren. Herbizide können wir weglassen, und es gibt auch keine Abdrift. Und dies ohne Ertragseinbussen.» In den letzten zehn Jahren habe die Landwirtschaft bereits 200 Tonnen Pflanzenschutzmittel einsparen können, so Wyssa. «Wir sind auf dem richtigen Weg.» Auch Obstproduzent Ernst Lüthi aus Ramlinsdorf BL tut alles, um den Pflanzenschutzmitteleinsatz zu senken. «Doch wir werden mit immer neuen Schädlingen konfrontiert», bedauert er, «dazu braucht es neue Bekämpfungsmethoden wie die Einnetzung der Kulturen gegen die Kirschessigfliege. Pflanzenschutzmittel werden nur im äussersten Notfall eingesetzt.» Bruno Pezzatti, Nationalrat (FDP, ZG) und Vorstand des Obstverbandes, stellt klar: «Die Pestizidinitiativen gehen in die falsche Richtung. Wenn alle Pflanzenschutzmittel verboten würden, würde die inländische Produktion um 30 bis 40 Prozent zurückgehen.» Diese Meinung teilt auch Hannes Germann, Präsident des Obstverbandes: «Ein Verbot ist nicht zielführend.» 

Hackroboter

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