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03.05.2019

2,6 Millionen Tonnen Lebensmittelverluste

(lid.ch) – In der Schweiz gehen jährlich 2,6 Millionen Tonnen Lebensmittel verloren. Zwei Drittel davon sind vermeidbar. Hauptverantwortlich sind die Haushalte.

Pro Person gehen 190 Kilo geniessbare Lebensmittel pro Jahr verloren, wie das Bundesamt für Umwelt (Bafu) heute bekannt gab. Dieses hat die Verluste in der ganze Wertschöpfungskette untersucht. Die Lebensmittel gehen in der gesamten Lieferkette vom Acker bis auf den Teller verloren.

Gemäss Bafu landen in der Landwirtschaft knapp 225'000 Tonnen Frischsubstanz nicht bei ihrem eigentlichen Zweck und gelten somit als Lebensmittelverluste. 173'000 Tonnen davon sind Ernterückstände, die als Dünger oder als Bodenverbesserer auf den Feldern ausgebracht werden. 49'500 werden zu Tierfutter und bleiben somit in der Lebensmittelkette. 2'000 Tonnen werden in den KVA thermisch verwertet. Laut Bericht liessen sich 90 Prozent der landwirtschaftlichen Lebensmittelverluste vermeiden. Auch bei den Gründen hat das Bafu nachgeforscht: So fallen die Verluste vor allem wegen Normen nachgelagerter Branchen, technischen Bedingungen und unzweckmässiger Lagerung an.

In der Lebensmittelindustrie fallen rund 950'000 Tonnen Verluste an, drei Viertel davon vermeidbar. In diesem Bereich fallen besonders fehlende Absatzmärkte für Nebenprodukte sowie Verluste ins Gewicht, die nach aktuellem Stand der Technik nicht vermieden werden können, obwohl die Abfälle geniessbar wären. Der grösste Teil der Verluste - rund drei Viertel - wird zu Tierfutter.

Im Detailhandel fallen jährlich Verluste von 100'000 Tonnen an. Davon wären ganze 95 Prozent vermeidbar. Der grösste Teil davon, weil die Lebensmittel nicht verkauft werden. 97 Prozent der Verluste werden gespendet, zu Tierfutter oder stofflich resp. stofflich-energetisch verwendet.

In der Gastronomie fallen rund 290'000 Tonnen Lebensmittelabfälle an. Das sind 124 Gramm pro Mahlzeit. Dass zu viel zubereitet wird und dass Reste auf Tellern anfallen, sind dabei die Hauptgründe. 90 Prozent der jährlich anfallenden Lebensmittelverluste in der Gastronomie werden stofflich bzw. stofflich-energetisch verwertet.

Am meisten Verluste fallen in den Haushalten an und zwar rund 1 Millionen Tonnen. Knapp die Hälfte davon landet im Abfall. 350'000 Tonnen werden zu Hause kompostiert oder an Tiere verfüttert. 170'000 Tonnen werden separat gesammelt und zu Recycling-Dünger oder Biogas verwertet. Hauptgründe für die hohe Menge an Food Waste aus Haushalten sind die fehlende Wahrnehmung der eigenen Lebensmittelabfälle, mangelndes Bewusstsein für den Wert von Nahrungsmitteln sowie unzureichendes Wissen über die Haltbarkeit, Lagerung und Methoden zur Resteverwertung, so das Bafu.