SWISSCOFEL
SWISSCOFEL
Interessen seiner Mitglieder einheitlich darzulegen und zu vertreten
Vorlage Banner
Vorlage Banner
Beschreibung Banner
SWISSCOFEL
SWISSCOFEL
Der Verband des Schweizerischen Früchte-, Gemüse- und Kartoffelhandels
Vorlage Banner
Vorlage Banner
Beschreibung Banner
SWISSCOFEL
SWISSCOFEL
Transparenz der Preis- und Marktsituation
Vorlage Banner
Vorlage Banner
Beschreibung Banner
SWISSCOFEL
SWISSCOFEL
Transparenz der Preis- und Marktsituation
 
 

17.08.2018

Nach dem Grossbrand bei Tobi Seeobst in Egnach: Lagerhalle steht wieder

Mitte März hat ein Grossbrand eine Lagerhalle der Tobi Seeobst AG in Egnach zerstört. Am Freitag ist bereits wieder Aufrichte einer der weltweit modernsten Lagerhallen für Obst.

(tagblatt.ch) - Der Schreck ist Tobi-Geschäftsführer Benno Neff Mitte März gründlich in die Glieder gefahren, als er erfuhr, dass in Egnach eine Lagerhalle lichterloh brannte. Die Polizei ermittelte in der Folge gegen vier Jugendliche. Schon damals dachte Neff sofort an den Wiederaufbau, denn je länger dieser dauert, desto mehr Geld geht verloren. «Verzögert sich der Wiederaufbau, dann können die Kosten durch den Geschäftsverlust höher sein als die Kosten, die der Brand verursacht hat», sagt er.

Baugesuch zehn Tage nach dem Brand
Nur knapp ein halbes Jahr nach dem Brand steht die Lagerhalle wieder. Am Freitag wird in Egnach auf dem Areal der Tobi Seeobst AG Aufrichte gefeiert. Die Fertigstellung des ersten Teils der neuen Lagerhalle ist für Mitte September geplant. Anfang Oktober folgt dann der zweite Teil.
Dass der Wiederaufbau nur sechs Monate gedauert hat, ist ungewöhnlich. Die Tobi, die Ämter, die beteiligten Firmen und auch die Versicherungen hätten rasch gehandelt, sagt Neff. Bereits zehn Tage nach dem Brand sei das Baugesuch eingereicht worden. Man habe überwiegend auf die vorhandenen Pläne zurückgreifen können. 
Ausserdem konnte die bestehende Bodenplatte aus Beton nach der Wegnahme von vier Zentimetern der Oberfläche wieder verwendet werden. «Auch das hat den schnellen Wiederaufbau ermöglicht. Einsprachen hat es auch nicht gegeben.» Die Lagerhalle steht also für die aktuelle Ernte von Tafelobst zur Verfügung. Neff sagt, dass die diesjährige Obsternte sehr hoch ausfalle.

Gute Obsternte
Es werde mehr als doppelt so viel geerntet als im sehr schlechten letzten Jahr. Allerdings seien Schwankungen im Obstbau nichts Ungewöhnliches. Die Erträge folgten einer Wellenbewegung. Die Hitze des Sommers habe der Ernte sicher zugesetzt und sie um gut zehn Prozent dezimiert, «Aber wir sprechen hier von einer Ernte auf sehr hohem Niveau», betont er. Ausserdem sei der sonnige April entscheidend gewesen.
In der abgebrannten Halle wurden im März rund 1200 Tonnen eingelagertes Obst vernichtet, das noch hätte in den Verkauf gehen sollen. Die Halle war erst sieben Jahre alt. Die neue Halle ist der alten sehr ähnlich, jedoch wurden Anpassungen bei der Technik vorgenommen. So wird es weltweit eine der modernsten Lagerhalle für Obst.
Sieben Millionen Franken kostet der Bau insgesamt. 3500 Tonnen Obst können hier eingelagert werden. Neff zeigt auf eine Kammer. Die Wände sind hoch isoliert. Material aus dem Tiefkühlbau kommt hier zum Einsatz. Die Tore riegeln die Kammern luftdicht ab.

Für Menschen eine tödliche Umgebung
«Die Äpfel werden in eine Art Winterschlaf versetzt, damit sie frisch bleiben», erklärt er. Dazu werde Sauerstoff bis auf einen Anteil von 0,3 bis 0,2 Prozent der Luft entzogen. Für Menschen eine tödliche Umgebung. Neben dem Sauerstoff spielt die Temperatur eine entscheidende Rolle. Sukzessive wird das Obst heruntergekühlt.
Bei den aktuellen Temperaturen kommen die Äpfel mit bis zu 30 Grad Temperatur an. «Damit der Apfel nicht zu sehr ­gestresst wird, wird der Sauerstoffgehalt der Luft langsam heruntergefahren», erklärt Neff. Der CEO ist in seinem Element. An den Brand erinnert auf dem Gelände fast nichts mehr. In der Luft hängt der Duft von frischen Früchten und frischer Farbe.


Neue Lagerhalle TOBI-Seeobst