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22.03.2018

Ein Drittel der KMU nicht gegen Wechselkursrisiken abgesichert

Ein Taschenrechner liegt auf ausländischen Banknoten.
(kmu.admin.ch) - Jedes dritte KMU ist nicht gegen Wechselkursschwankungen versichert. Das geht aus einer Umfrage der Credit Suisse bei mehr als 300 kleinen und mittleren Unternehmen hervor. Die Mehrheit der Firmen, auf die das zutrifft, hat eine Strategie bisher schlicht nicht in Erwägung gezogen.

Faktoren wie hohe Kosten, Zeitmangel oder die technischen Aspekte der Umsetzung einer solchen Absicherung sind also nicht die grössten Hindernisse, wie die Ökonomen der Credit Suisse herausfanden.

Viele Unternehmen sind jedoch von Fremdwährungen abhängig. Die Hälfte der KMU kauft Produkte und Dienstleistungen hauptsächlich in Euro ein. Nur jedes vierte kauft in der Heimwährung. Von den Verkaufsverträgen werden hingegen 47% in Schweizer Franken abgeschlossen.

Die Grossbank befragte die KMU auch zu ihren Erwartungen an die künftige Entwicklung der Währung. Die meisten glauben, dass die im letzten Jahr erfolgte Abschwächung des Schweizer Franken gegenüber dem Euro von Dauer sein wird. Lediglich einige Unternehmen rechnen für 2018 damit, dass der Wechselkurs die Marke von CHF 1,20 für einen Euro durchbrechen wird.

Im Durchschnitt erwarten die an der Umfrage beteiligten KMU einen Kurs von CHF 1,17 für einen Euro. Für den Dollar tippen sie auf eine Entwicklung in Richtung Parität (USD/CHF 0,99). Angesichts der laufenden Brexit-Verhandlungen ist das Britische Pfund die Währung, mit der die meisten Unsicherheiten verbunden sind. Im Durchschnitt beziffern die KMU ihre Prognose zum Jahresende mit CHF 1,29 für ein Pfund.