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05.04.2018

Der letzte Akt bei Thurella

(foodaktuell.ch) - Der Fleisch- und Convenience-Konzern Orior will Biotta und Gesa komplett kaufen. Dazu muss aber die Thurella AG abgespalten werden.

Orior hat Appetit. Nicht auf Fleisch, wovon der Konzern mit seinen Sparten wie Rapelli, Albert Spiess, Ticinella, Fredag oder den «moderneren» wie My Energy, mehr als genug im Portfolio hat – fleischlose Sortimente sollen her. Zwar setzte Orior in letzter Zeit auch Marksteine in Bezug auf neue Trends wie vegetarische Ernährung mit der Marke «Nature Gourmet» oder Noppa’s mit Bio-Tofu-Kreationen. Auch mit dem Zukauf der belgischen Culinor Food Group im 2016 machte Orior einen Schritt nach vorne, wenigstens, was den Umsatz angeht. Was bisher fehlte, war eine Antwort auf die Trends Gesundheit und Bio. Deshalb hat Orior im März 65 Prozent der Aktien an Thurella AG übernommen und kann so mit Biotta ins wachsenden Segment der gesunden Gemüsesäfte im BtoC-Bereich einsteigen und mit dem zweiten Unternehmen der Thurella AG, der Gesa, im BtoB-Bereich. Die Übernahme bringe für Biotta durchaus Chancen, sagt Biotta-Geschäftsführer Clemens Rüttimann:

«Langfristig wäre es für uns schwierig geworden, als eigenständiges KMU am weltweiten Marktwachstum für Bio mit hohem Tempo teilzuhaben», sagt Rüttimann. «Mit Orior steigt ein Lebensmittel-Profi bei uns ein, der die Standorte sichert, uns als Bio-Kompetenzzentrum eigenständig weiterführt und weiter in unsere Zukunft investiert». Jetzt will Orior auch noch den Rest der Aktien von Thurella kaufen. Ende März hat das Unternehmen allen verbleibenden Aktionären einen Brief geschrieben, worin das Angebot von 150 Franken pro Aktie enthalten ist. Doch Orior will nur die beiden Unternehmen Biotta und Gesa kaufen. Für den Rest, die stillgelegte Thurella Mosterei in Egnach, hat Orior keinen Verwendungszweck. Diese soll an der Thurella-Generalversammlung vom 26. April in eine separate Immobilien-AG abgespalten werden, an welcher die alten Aktionäre weiter beteiligt bleiben. Die Übernahme bedeutet gemäss Rüttimann aber auch ein letzter Akt für Thurella, denn der Name wird nur noch in der Immobilen-AG weitergeführt.

Für langjährige Aktionäre aus dem regionalen Bauernstand könne diese Entwicklung zum Ende der emotionalen Bindung zur Thurella führen, sagt Rüttimann. Am 26. April, gleichzeitig dem Angebotsende, wird es also an der Generalversammlung bei der Abstimmung über die Abspaltung zum Showdown kommen.