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22.02.2018

Zoll hatte 2017 viel zu tun

(EZV/we) - Die Einnahmen der EZV sind gegenüber dem Vorjahr leicht angestiegen. Sie belaufen sich auf 22,5 Milliarden Franken. Den Hauptanteil daran hat die Mehrwertsteuer.

Die EZV nimmt jährlich rund einen Drittel der Bundeseinnahmen ein. Die 22,482 Milliarden Franken (2016: 21,958 Milliarden Franken) setzen sich hauptsächlich aus Mehrwertsteuer, Mineralölsteuer, Tabaksteuer, Schwerverkehrsabgabe, Einfuhrzöllen und Biersteuer zusammen.

Mit 10,513 Milliarden Franken (2016: 10,134 Milliarden) Franken macht die Mehrwertsteuer fast die Hälfte dieser Einnahmen aus. Die EZV erhebt die Mehrwertsteuer auf Waren, die in die Schweiz eingeführt werden.

Interventionen beim Schwerverkehr
Der Zoll hat im Schwerverkehr in 32‘967 Fällen interveniert, weil er Sicherheitsmängel an LKWs, fahruntüchtige Chauffeure oder Verstösse gegen die Ruhezeitvorschriften festgestellt hat.

Über 38 Millionen Zollanmeldungen
Im Handelswarenverkehr wurden 2017 insgesamt 38,1 Millionen Zollanmeldungen getätigt (2016: 36,2 Millionen). Dabei werden Zölle, Mehrwertsteuer und weitere Abgaben erhoben. Die EZV setzt bei ihrer Kontrolltätigkeit auch über 100 nicht zollrechtliche Erlasse um. Darunter fallen Vorschriften in den Bereichen Pflanzen- und Artenschutz, illegale Medikamente, Dopingmittel oder Kulturgüterschutz.

Alkoholverwaltung per 2018 in EZV integriert
Am 1. Januar 2018 wurde die 1887 gegründete Eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV) in die EZV integriert. Zu den Aufgaben gehört insbesondere das Erheben der Spirituosensteuer. Die Einnahmen in diesem Bereich lagen 2017 bei 282 Millionen Franken (2016: 276 Millionen Franken).

Transformationsprogramm DaziT lanciert

Ebenfalls am 1. Januar 2018 ist das Programm DaziT lanciert worden. Das Transformationsprogramm strebt eine umfassende Modernisierung und Digitalisierung der EZV bis 2026 an. Das Projekt «Redesign Fracht» wird prioritär behandelt. Es umfasst die vollständige Digitalisierung der Prozesse für die Ein-, Aus- und Durchfuhr von Waren. Erste Ergebnisse mit konkretem Nutzen für Bevölkerung, Wirtschaft und Staat werden bereits 2018 umgesetzt.