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07.09.2017

Bio-Anteil in Zug soll steigen - 25 Prozent Bio-Betriebe bis 2025

(fruchtportal.de) - Der Verein bioZug setzt sich ein ehrgeiziges Ziel: 25 Prozent Bio-Betriebe im Kanton bis im Jahr 2025. Der Anteil an Bio-Betrieben im Kanton Zug ist im Vergleich zu anderen Kantonen mit 16,1 Prozent bereits überdurchschnittlich hoch (schweizweit: 13,2 Prozent). Und der Anteil soll weiter steigen.

Wer Bio-Produkte konsumiert, fördert eine bessere Gewässerqualität, da die biologische Landwirtschaft auf chemisch-synthetische Pestizide und Düngemittel verzichtet. Im Kanton Zug produzieren heute 75 Landwirtschaftsbetriebe gemäss den Richtlinien von Bio Suisse. Der Verein bioZug, in dem sich seit 1994 die Zuger Bio-Bäuerinnen und -Bauern organisieren, fasst jetzt ein ehrgeiziges Ziel ins Auge: "Bis im Jahr 2025 sollen im Kanton Zug 25 Prozent aller Bauernbetriebe Bio-Betriebe sein", erklärt Peter Waltenspül, Co-Präsident von bioZug, anlässlich einer Pressefahrt auf zwei Bio-Betriebe im Kanton Zug. "Die biologische Landwirtschaft bietet Perspektiven, insbesondere für junge Bäuerinnen und Bauern", zeigt er sich überzeugt. Der Betrieb von Xaver und Isabelle Amgwerd im Reusstal, der bis vor kurzem Saatgetreide gemäss den Vorgaben des ökologischen Leistungsnachweises (ÖLN) produzierte, zeigt, dass es auch für einen Ackerbaubetrieb im Zuger Talgebiet machbar und lohnenswert ist, auf biologische Landwirtschaft umzustellen. Wichtig dabei sind das persönliche Engagement, die Ausrichtung des Betriebes auf den Markt sowie eine Affinität zum nachhaltigen Wirtschaften. Dazu gehört auch, dass die Zukunft des Betriebes für nachfolgende Generationen gesichert wird.

KANTONALE AKTIONSPLÄNE FÜR DEN BIO-LANDBAU
Der Biohof Zug betreibt schon seit dreissig Jahren biologischen Landbau und hat sich zu einer Institution im Kanton entwickelt. Heute ist der Biohof Zug ein Lokalversorger: Toni Niederberger und Annemarie Schwegler produzieren mit ihrem Team verschiedene Gemüse, Kräuter, Obst und Beeren und vermarkten ihre Produkte via Hofladen und Hofgastronomie. Damit deckt der Biohof Zug die ganze Wertschöpfungskette ab. Der Betrieb zeigt auf, wie eine nachhaltige Produktion von der Gabel bis zur Gabel funktioniert.

Konsumentinnen und Konsumenten fragen heute verstärkt nach biologisch und regional produzierten Lebensmitteln. Mehr Bio-Betriebe sind deshalb nicht nur im Kanton Zug, sondern schweizweit gefragt. "Diese Entwicklung soll unter anderem mit Bio-Förderprogrammen in den Kantonen unterstützt werden", sagt Otto Schmid vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL). Aktionspläne für den Bio-Landbau gibt es bereits in verschiedenen Kantonen, beispielsweise in Freiburg und im Jura (vgl. Info-Box). "Auch für den Kanton Zug könnte ein Aktionsplan Bio-Landbau ins Auge gefasst werden", zeigt sich Schmid überzeugt.

30 JAHRE UMSTELLUNGSSTUDIE
Der hohe Anteil an Bio-Betrieben im Kanton Zug basiert unter anderem auf der Umstellungsstudie "Möglichkeiten und Grenzen des biologischen Landbaus im Kanton Zug", die vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) im Jahre 1987 erarbeitet wurde. Auslöser dafür war die zu hohe Phosphor-Belastung des Zugersees und die Diskussion über Massnahmen zur Verbesserung der Gewässerqualität. Dem Kanton wurde statt der Erstellung teurer Anlagen für die Seewasserableitung die Umstellung der Zuger Landwirtschaft auf Bio-Landbau empfohlen. Der Kanton verzichtete dank der Studie auf die kostspielige Symptombekämpfung und verbesserte die Wasserqualität des Zugersees langfristig dank Massnahmen in der Landwirtschaft.


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