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14.08.2017

Woher unser Essen wirklich kommt

(nzzas.nzz.ch) - Bauern und Politiker reden von Ernährungssicherheit und Selbstversorgung. Doch ohne die vielen Importe aus dem Ausland wäre unsere Nahrungsmittelproduktion längst am Ende.

Die Nachricht klingt beunruhigend. 2016 konnte die Schweiz zum ersten Mal weniger als die Hälfte ihres Lebensmittelbedarfes selber decken. Der Selbstversorgungsgrad sinke schätzungsweise auf 48 Prozent, schrieben die Statistiker des Bauernverbandes diese Woche. Verantwortlich für diesen neuen Negativrekord sei die «extrem schlechte Ernte 2016».

Auch wenn 2016 ein Ausnahmejahr war, zeigt es eine Tendenz. Der sogenannte Nettoselbstversorgungsgrad der Schweiz ist rückläufig. Ein wichtiger Faktor sind die Nutztiere: Das hier konsumierte Schweinefleisch oder die Eier kommen zwar überwiegend aus der Schweiz. Doch das Futter für die Tiere muss zu immer grösseren Teilen importiert werden.

Die Politik will diese Entwicklung stoppen. «Ernährungssicherheit» heisst der neue Verfassungsartikel, über den am 24. September abgestimmt wird. Er beauftragt den Bund damit, verschiedene, allgemein formulierte Voraussetzungen zu schaffen, um die Versorgung der Schweiz mit Lebensmitteln zu garantieren. Der Artikel kam auf Druck des Bauernverbandes zustande.

Gelinge es, den Nettoselbstversorgungsgrad der Schweiz bei 55 Prozent zu stabilisieren, wäre dies bereits ein Erfolg, sagt Bauernpräsident Markus Ritter. Doch diese Zahl erzählt nur die halbe Geschichte eines Schweizer Lebensmittels. Die Produktion von Fleisch, Früchten, Gemüse oder Brot ist nämlich stärker vom Ausland abhängig, als viele meinen. Das zeigt eine Analyse von sieben wichtigen Schweizer Nahrungsmitteln.

Die Setzlinge für Tomaten etwa stammen laut Schätzungen des Bundesamts für Landwirtschaft zu fast 100 Prozent aus den Niederlanden. Die Hälfte der Apfelbäume wird in anderen Ländern wie Frankreich eingekauft. Auch der notwendige Dünger wird ab nächstem Jahr nicht mehr in der Schweiz hergestellt.

Komplett vom Ausland abhängig sind die Bauern auch bei vielen Landmaschinen. So gibt es etwa für den Kartoffelanbau keine in der Schweiz hergestellten Maschinen mehr. Das Fazit ist klar: Ohne Setzlinge, Saatgut, Dünger, Futter, Maschinen, Glashäuser oder Pflanzenschutzmittel aus dem Ausland funktioniert die Schweizer Landwirtschaft nicht mehr.

«Die Produktion von Schweizer Lebensmitteln ist sehr viel komplexer, als es die Werbung mit glücklichen Kühen vermittelt», sagt Marc Wermelinger, Geschäftsführer von Swisscofel, dem Verband des Früchte-, Gemüse- und Kartoffelhandels. Ernährungssicherheit im Sinne einer komplett unabhängigen Lebensmittelproduktion sei eine Illusion.

Sie finden hier die ganze Medienmitteilung.

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