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28.07.2017

Bund will Zentrum für Pflanzenzüchtung

(lid.ch) – Im Rahmen der Strategie Pflanzenzüchtung will der Bund das Swiss Plant Breeding Center (SPBC) schaffen. Derzeit werden Finanzierungs-Möglichkeiten gesucht.

Das neue Pflanzenzüchtungs-Zentrum soll starten, sobald die Finanzierung geklärt ist, sagt Eva Reinhard, stellvertretende Direktorin des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW), in einem Interview mit dem LID. Für das erste Jahr sind 1,9 Millionen Franken geplant, danach liegen die die Betriebskosten bei rund 1,5 Millionen pro Jahr.

Es sei ein kleines Zentrum geplant, das mit 6 Personen starten soll, so Reinhard. Es sei unrealistisch zu erwarten, dass man die Mittel für ein grosses, eigenes Zentrum erhalten werde. Aus diesem Grund wird das Zentrum an eine bestehende, in der Züchtung tätige Infrastruktur angegliedert werden. Wo das sein wird, ist derzeit noch offen. Finanziert wird das Zentrum voraussichtlich über eine Stiftung.

In der Schweiz züchten 10 Akteure Pflanzen, wobei Agroscope der einzige öffentlich-rechtliche Züchter ist. Der Bund will die Pflanzenzüchtung in der Schweiz stärken. Die "Strategie Pflanzenzüchtung 2050" soll die Grundlagen dafür schaffen. Den Züchtern soll so unter anderem ein effizienteres Arbeiten ermöglicht werden. Das SPBC ist eine wichtige Massnahme dieser Strategie.

Die Schweiz tue derzeit zu wenig im Bereich der Pflanzenzüchtung, erklärte Reinhard im Interview. Es sei aber immer schwierig Mittel zu erhalten, wenn es um Probleme gehe, wo noch keine akuten Schwierigkeiten vorlägen. Für Reinhard ist die Züchtung aber eines der wichtigsten Elemente für die künftige Ernährung der wachsenden Bevölkerung.

Auch Bio wird gestärkt
Die stv. BLW-Direktorin zeigt sich überzeugt, dass die Strategie für alle Züchter von Vorteil sein wird, unabhängig davon ob konventionell oder Bio. Bei den Grundlagen müsse man keine Unterschiede zwischen Bio und konventionell machen. Es gebe dort eine grosse Überlappung der Interessen. "Es wäre dumm, uns hier auseinanderdividieren zu lassen und die Herausforderungen nicht gemeinsam anzugehen", so Reinhard.

"Angstkultur kann ich nicht nachvollziehen"

Gentechnik werde in der Züchtungs-Strategie nicht angesprochen, da diese technologie- und label-unabhängig sein soll, sagt Reinhard. Für das BLW sei Gentechnik kein Tabu, auch wenn man sich des Moratoriums bewusst sei. Besonders im ökologischen Bereich könnten mit GVO Gewinne erzielt werden, so Reinhard. Ein positives Kosten-/Nutzen-Verhältnis sei jedoch noch nicht gegeben. "Ich verstehe und akzeptiere, dass man Gentechnik mit einem gewissen Respekt begegnet", so Reinhard. "Dass man damit aber eine Angstkultur zelebriert, kann ich nicht nachvollziehen."