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28.04.2017

Bittere Bilanz der Kälte

(nzz.ch) - Der Kälteeinbruch in der zweiten Hälfte der vergangenen Woche hat in weiten Teilen der Schweiz grosse Schäden im Obst- und Weinbau verursacht.

Noch lassen sich die Folgen der Frostnächte der zweiten Hälfte der vergangenen Woche für die Landwirtschaft nicht endgültig abschätzen. Aber fest steht, dass sehr viele Obstkulturen Schaden genommen haben. Es habe sich um den schlimmsten Frost zu dieser Jahreszeit seit mehreren Jahrzehnten gehandelt, sagt Georg Bregy, Direktor des Schweizer Obstverbands. Am heftigsten betroffen waren die Nordwestschweiz, das Mittelland und die Zentralschweiz.

Kaum Hoffnung fürs Steinobst
Abgesehen von der sogenannten Überkronenberegnung, mit der die Blüten vereist werden, half keine der üblichen Frostbekämpfungsmassnahmen. Frostkerzen und Ventilatoren nützen nur, wenn sich bei nächtlichem Abstrahlungsfrost ein Kältesee bildet, nicht aber bei stetigem eisigem Wind. Besonders bei den Kirschen, den Aprikosen und den Zwetschgen, die nach der sonnigen und warmen ersten Aprilhälfte bereits in der Blüte standen, muss mit Totalverlusten gerechnet werden. Zu den Erdbeeren konnte Bregy am Montag noch nichts sagen; überhaupt werde sich der Schaden erst Mitte Woche beziffern lassen, wenn die Daten erhoben seien.

Die Gemüsebauern sind weniger stark betroffen, wie Markus Waber vom Verband Schweizer Gemüseproduzenten erklärt. Beim Grünspargel habe es Verluste gegeben, aber vieles sei geerntet worden, als sich der Frost abgezeichnet habe. Der Feldsalat habe auch gelitten, doch die Versorgungssicherheit sei gewährleistet. Und bei den Zucchetti werde man erst in etwa einem Monat sehen, ob das junge Gemüse schon stark genug war, um die Kälte zu überstehen.

Warten auf neue Triebe

Auch in den Rebbergen sind die Auswirkungen der Kälte gross. Laut Chantal Aeby Pürro vom Schweizerischen Weinbauernverband suchte der Frost die Nordschweiz und das Wallis am heftigsten heim. In der Romandie seien die Verluste geringer, und von den Lagen am Genfersee habe sie keine Schadenmeldungen. Aber sie sei überzeugt, dass es in der Deutschschweiz keinen einzigen Winzer gebe, der nicht betroffen sei.

Selbst in den Weinbergen am Zürichsee kam es, anders als noch beim Frost vom 28. April 2016, zu Verlusten, wie Andreas Wirth vom Zürcher Rebbaukommissariat erklärt. Es gebe allerdings noch immer grüne Schösslinge, und es sei auch denkbar, dass die Weinstöcke ein zweites Mal austreiben könnten. Dies war 2016 der Fall, als die Vegetation ähnlich weit fortgeschritten war. Traubenmengen und Früchte waren zwar kleiner, aber dank günstiger Witterung gab es dennoch ansprechende Erträge. Nun müsse man eben einige Wochen warten und hoffen, dass es nicht noch einmal kalt werde, sagt Wirth. «Die Eisheiligen kommen erst noch.»

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