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01.12.2016

Zu hohe Pestizidgehalte in Gemüse und Gewürzen aus Asien

(blv.admin.ch) - Ein Drittel bestimmter frischer Gemüse und Gewürze aus Asien weist einen zu hohen Pestizidgehalt auf. Dies ergaben Grenzkontrollen. Das BLV hat die Kontrollen zusammen mit der Eidgenössischen Zollverwaltung und den kantonalen Lebensmittelkontrollbehörden von 2012 bis 2015 durchgeführt. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) ergreift deshalb Massnahmen.

Von 2012 bis 2015 wurden knapp 900 Gemüse- und Gewürzproben aus verschiedenen asiatischen Ländern untersucht. Die Proben betrafen Gemüse und Gewürze, bei welchen die grössten Beanstandungsraten vermutet wurden. 31 % der untersuchten asiatischen Gemüse und Gewürze entsprachen nicht den gesetzlichen Anforderungen und mussten beanstandet werden. Die Ergebnisse sind in einem Bericht zusammengefasst, der auf der BLV-Webseite abgerufen werden kann.

Selbstkontrolle wird zu wenig wahrgenommen
Die Gründe für die schlechten Resultate der Proben sind unterschiedlich. Einerseits wird die gute Herstellungspraxis in asiatischen Herkunftsländern teilweise nicht eingehalten. So werden zum Beispiel Wirkstoffe verwendet, die in der Schweiz und in Europa nicht mehr zugelassen sind. Andererseits nehmen gewisse Importeure ihre gesetzliche Pflicht zur Selbstkontrolle nicht genügend wahr.

Massnahmen zur nachhaltigen Verbesserung
Um künftige Beanstandungen wegen Pestizidrückständen in importierten Gemüse und Gewürzen zu verhindern, hat das BLV nun Massnahmen ergriffen. Importeure, deren Ware wiederholt beanstandet werden musste, haben ihre Waren unmittelbar nach Eintreffen in der Schweiz den kantonalen Behörden zu melden. Die Produkte gelten dann solange als beschlagnahmt, bis Analysen in kantonalen Laboratorien zeigen, dass sie gesetzeskonform sind. Importeure müssen zudem ihre Selbstkontrolle verstärken. Damit soll langfristig eine einwandfreie Qualität der Ware sichergestellt werden.

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