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Der Verband des Schweizerischen Früchte-, Gemüse- und Kartoffelhandels
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04.11.2016

Bundesrat Ueli Maurer übergibt agroPreis 2016 an Ueli Ramseier aus Hinterkappelen (BE)

(agroprix.ch) - Im festlichen Rahmen wurden anlässlich der Preisverleihung im Kursaal Bern der begehrte agroPreis 2016 und drei weitere Preise vergeben. Die einzigartige Auszeichnung prämiert innovative Projekte aus der Schweizer Landwirtschaft. Insgesamt wurden rund 60 Projekte aus verschiedenen Themenbereichen und Regionen der Schweiz für den Innovations-Wettbewerb eingereicht.

Gewinner des mit 20'000 Franken dotierten Hauptpreises der emmental versicherung ist das Projekt "Seidenproduktion: ein traditionelles Handwerk wird gemeinschaftlich wiederbelebt" von Ueli Ramseier, Hinterkappelen (BE). Überreicht wurde der agroPreis 2016 von Bundesrat Ueli Maurer.

Die Schweizer Landwirtschaft bewegt sich. Innovation wird gelebt, Mehrwerte geschaffen und die Bevölkerung ist interessiert. Wenn 1000 Personen nach Bern in den Kursaal pilgern, muss etwas Besonderes im Gange sein: Der 24. agroPreis! Die geladenen Gäste aus Landwirtschaft, Wirtschaft und Politik erlebten eine eindrückliche und stimmungsvolle agroPreis-Verleihung.

Die Jury hat im Vorfeld vier Projekte nominiert und mit je 5'000 Franken ausgezeichnet. Mit originellen, humorvollen und informativen Präsentationen kämpften die Projektteams an der Preisverleihung um die Gunst der Jury und des Publikums. Dass sich Innovationen auszahlen, beweisen die diesjährigen Gewinner, die unter der Moderation von Ueli Schmezer die begehrten Preise entgegennehmen durften.

AGROPREIS 2016 DER EMMENTAL VERSICHERUNG (PREISSUMME: FR. 20'000.-)
Durch die Fachjury mit dem agroPreis 2016 ausgezeichnet wurde:

SEIDENPRODUKTION: EIN TRADITIONELLES HANDWERK WIRD GEMEINSCHAFTLICH WIEDERBELEBT Ueli Ramseier, Hinterkappelen (BE) http://www.swiss-silk.ch

Die Seidenproduktion in der Schweiz reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück.
Vor dem Ersten Weltkrieg wurden die letzten Raupen aufgezogen. Ueli Ramseier aus Hinterkappelen (BE) kam in den 1990er-Jahren erstmals in Kontakt mit den Tieren. 2009 gründete er zusammen mit Bauern einen Verein mit dem Ziel, ein Nebenerwerbseinkommen für die Landwirtschaft zu schaffen. Zuerst wurden produktionstechnische Aspekte überprüft. Das Wissen über die Aufzucht der Raupen und die Vervielfältigung der Futterpflanze, des Maulbeerbaums, galt es zu erarbeiten. Auch die Fähigkeit der Verarbeitung der Kokons zu Seide, der Abhasplerei, musste erlernt werden. So fand der Verein heraus, welche Bedingungen für eine wirtschaftliche Produktion erforderlich sind. Ebenso wichtig war die starke Marktorientierung. Diese entschied über den Erfolg des Projekts. Nach fünf Jahren des Experimentierens nahm die Produktion Fahrt auf. Bauern und Textilproduzenten arbeiten partnerschaftlich zusammen.
Das ist wichtig: Denn Schweizer Seide kostet mit 450 Franken pro Kilo das Achtfache des Weltmarktpreises. Heute umfasst der Verein zwölf Produzenten, davon zehn Bauern. 2016 wurden rund 100 000 Raupen aufgezogen, erwartet werden 25 bis 27 Kilo Rohseide. Die Nachfrage ist aber deutlich höher.

LESERPREIS DER MEDIENPARTNER "SCHWEIZER BAUER" UND "TERRE & NATURE" (PREISSUMME: FR. 3'000.-)
Der Leserpreis, welcher durch die Leser von "Schweizer Bauer" sowie "Terre & Nature" vergeben wurde, ging an:

SEIDENPRODUKTION: EIN TRADITIONELLES HANDWERK WIRD GEMEINSCHAFTLICH WIEDERBELEBT Ueli Ramseier, Hinterkappelen (BE) http://www.swiss-silk.ch

SAALPREIS (PREISSUMME: FR. 2'000.-)
Den Saalpreis, welcher die anwesenden Gäste vergaben, überreichte Nationalrat Markus Ritter an:

AGROTOURISMUS IN ABGELEGENEN GEBIETEN: EIN PUZZLE MIT VIELEN TEILEN Familie Berta, Braggio (GR) http://www.braggiotourismus.ch
Braggio liegt nur rund 25 Kilometer von Bellinzona entfernt. Das zum Kanton Graubünden gehörende Bergdorf ist aber genau das Gegenteil der pulsierenden Tessiner Kantonshauptstadt. Der Ort ist nur über eine Luftseilbahn erreichbar. Diese Bahn ist einer der Puzzlesteine des Agrotourismusprojekts der Familie Berta. Die Abgeschiedenheit, die faszinierende Landschaft, die frische Bergluft und die Ruhe sind weitere Teile dazu. Die aus dem Kanton Zürich stammende Agnes Berta ist ausgebildete Landwirtin. 1981 konnte sie im Bergdorf einen Bauernhof pachten. Hier lernte sie auch ihren Mann kennen.
Zusammen suchten sie nach einem Zusatzerwerb, der sich mit dem Biobetrieb kombinieren liess. Die Verknüpfung zwischen Ferienhausvermietung und Agrotourismus versprach Potenzial. 1996 starteten sie mit der Vermietung des ersten Hauses. Weitere Häuser folgten 2006 und 2011. 2013 wurde das Mehrzweckhaus eröffnet. Hier werden die Gäste verpflegt sowie Seminare, Feste oder Weiterbildungen durchgeführt. Mit ihrem Projekt haben die Bertas ein weiteres Ziel erreicht: Sie verschaffen dem Dorf Wertschöpfung. Die Gäste stammen mehrheitlich aus der Schweiz, aber auch Besucher aus fernen Ländern wie Saudi-Arabien finden den Weg nach Braggio.

SPEZIALPREIS DES SCHWEIZERISCHEN LANDMASCHINENVERBANDES (SLV) (PREISSUMME: FR. 5'000.-)
Der Spezialpreis SLV überreichte Bendicht Hauswirth, Jurymitglied des SLV, an:

SALAT- UND GEMüSEWASCHMASCHINE: Bruno Villiger, Niederrohrdorf (AG)
Bruno Villiger ist ein ideenreicher und innovativer "Tüfteler" und entwickelte eine eigene Salat- und Gemüsewaschmaschine. Diese wäscht den Salat oder das Gemüse inklusive der Kisten direkt ab Feld. Durch ein 360° - Düsensystem und das dreifache vertikale Eintauchen, welches effektive Verwirbelungen im Waschwasser verursacht, wird eine maximale Sauberkeit erreicht. Um allen Hygienebedingungen gerecht zu werden, sind die Waschstationen in verschiedene, abgetrennte Frischezonen eingeteilt. Dies garantiert eine saubere Wasserqualität ohne Ressourcenverschwendung. Nach dem Waschprozess wird der Salat oder das Gemüse im patentierten Schleudersystem von Wasser befreit. Durch die Fliehkraft richten sich die Greifarme mit den Kisten wie bei einem Karussell auf, so dass der Salat oder das Gemüse innerhalb der Kisten nicht seitlich, sondern nach unten gegen den Kistenboden, beschleunigt wird. Dadurch ist ein schonender Trocknungsvorgang garantiert. Das Familienunternehmen Bruno Villiger konstruiert und montiert die neu entwickelte Salat- und Gemüsewaschmaschine selber.