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20.10.2016

Darum ist frische Bio-Ware in Plastik verpackt

(20min.ch) - Wer Bio kauft, möchte der Umwelt etwas Gutes tun – und wird dann bei der Verpackung stutzig. Denn viele Produkte sind mit Folie überzogen.

Weltweit werden jährlich mehr als 200 Millionen Tonnen Plastik produziert. Verpackungen machen davon etwa ein Drittel aus. Deshalb verstört es viele Konsumenten, dass ausgerechnet Bio-Gemüse und -Früchte im Supermarkt noch einmal extra in Plastik eingeschweisst oder zumindest eingetütet sind, während Lebensmittel aus herkömmlichem Anbau unverpackt ausliegen.

Aber warum ist das eigentlich so? Fest steht: An den langen Transportwegen kann es kaum liegen. Die unterscheiden sich bei ökologisch produzierten Lebensmitteln und herkömmlichen nicht gross. Beide können auch aus fernen Ländern stammen.

Unterscheidung ermöglichen
«Tatsächlich geht es bei der Verschweissung um die Unterscheidung von Bio- und Nicht-Bio-Produkten», sagt Marcel Marti vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV.

«Das Gesetz schreibt vor, dass konventionelle und biologische Produkte bei gleichzeitigem Angebot zweifelsfrei unterschieden werden müssen», ergänzt Stephan Jaun von Bio-Suisse. Allerdings liesse sich das im Detailhandel nicht nur über Verpackung, sondern auch über Kleber erreichen (siehe Bildstrecke).

Praktisch und auch besser
Dass ausgerechnet die gesünderen und ökologisch vertretbareren Lebensmittel verpackt oder beklebt werden, liegt laut Jaun daran, dass der Marktanteil von Bio oft noch tiefer ist als der von konventionellen Produkten: «Deshalb werden meist Bioprodukte gekennzeichnet.» Einfach, weil es weniger Arbeit macht.

Doch das ist noch nicht alles: «Mehrere Studien zeigen, dass verpackte Waren wie Gurken oder Broccoli länger haltbar sind als unverpackte», so der Bio-Experte. Damit sorge der Plastikschutz für eine Verringerung des Food Waste.

So könne die Ökobilanz verbessert werden. Jaun weist darauf hin, dass die Umweltbelastung durch Verpackungen nur zwei bis sechs Prozent der Gesamtumweltbelastung eines Lebensmittels ausmachen. Wem das immer noch zu viel ist, dem bleibt nur, sich im Bio-Markt oder auf dem Markt einzudecken. Oder: Obst und Gemüse selbst anzubauen.