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09.09.2016

Jury nominiert vier innovative Projekte für den agroPreis 2016

(lid) - Im Rennen um die einzigartige Auszeichnung für Innovationen in der Schweizer Landwirtschaft hat die Jury vier Projekte nominiert, die ihre Innovationen an der Preisverleihung vom 3. November 2016 im KursaalBern präsentieren. Dieses Jahr kommen die Nominierten aus den KantonenGraubünden, Freiburg, Bern und Zürich. Wer von ihnen wird Nachfolger derFamilie Courtois aus Versoix GE (Projekt «Linsen: eine wertvolle Ackerkultur») und gewinnt den mit 20 000 Franken dotierten agroPreis?Insgesamt wurden 60 Projekte aus verschiedenen Themenbereichen undRegionen der Schweiz für den Innovations-Wettbewerb eingereicht.

Unter dem Patronat des Schweizer Bauernverbandes fördert und prämiert die emmental versicherung mit dem agroPreis zum 24. Mal innovative Projekte aus der Schweizer Landwirtschaft. Für den agroPreis können sich Bäuerinnen oder Bauern sowie Gruppen bewerben, die mit innovativen Projekten die wirtschaftliche Situation von Schweizer Landwirtschaftsbetrieben nachhaltig verbessern.
Für den agroPreis 2016 nominiert sind:

WEIDEGANS.CH – WENN DIE GANZE WERTSCHöPFUNGSKETTE ZUSAMMENARBEITET
Der Verein Weidegans und seine Produzenten haben sich mit einem Premiumprodukt einen Nebenerwerb geschaffen. Die Regionalität ist eine wichtige Triebfeder (http://www.weidegans.ch ).Gänsebraten hat hierzulande keine grosse Tradition. Das hinderte Benno Jungo aus Schmitten (FR), Patrick Walther und Dominik Füglistaller nicht, die Weideganshaltung salonfähig zu machen. Sie betraten 2013 Neuland und mussten einige Klippen meistern. Denn es gab weder Tierschutzvorgaben noch Fütterungsvorgaben oder Absatzkanäle.
Das Projekt wurde unter der Voraussetzung gestartet, nicht von staatlichen Zahlungen abhängig zu sein. Der Verein stellt Leistungen wie die Beschaffung der Jungtiere, des Aufzuchtfutters sowie das Basismarketing zur Verfügung.
Zudem verhindert er Preisdumping unter den Mitgliedern. Die Direktvermarktung und die Regionalität sind die Eckpfeiler des Projekts. Die artgerechte Haltung und die Fütterung mit eigenem Futter in Form von Gras sind weitere Merkmale. Die 44 Produzenten halten rund 2800 Gänse und decken in etwa einen Viertel des hiesigen Gänsefleischbedarfs ab.

RäSS-WILDBEEREN: BIOLOGISCHER GENUSS UND GESUNDHEIT PUR
Die Familie Räss aus Benken (ZH) hat ihren Betrieb auf den Kopf gestellt.
Statt Kartoffeln pflanzt sie auf 25 Hektaren Bio-Beeren an. Das Potenzial ist enorm (http://www.raess-wildbeeren.ch ).Bis vor wenigen Jahren setzte der Betrieb auf den professionellen Kartoffelanbau. Im veränderten Konsumverhalten sahen Simon und Christoph Räss eine grosse Chance. Trends wie Gesundheit, Regionalität und Ökologie werden immer wichtiger. Zusammen mit ihrem Vater stellten die Brüder den Betrieb ab 2013 komplett um. Die konsequente Fokussierung war finanziell ein grosses Risiko und erforderte viel Mut. Denn die Kosten pro Hektare Wildbeeren variieren zwischen 20 000 und 200 000 Franken. Auch anbau- und sortentechnische Fragen gab es zu lösen. Da das Wissen kaum vorhanden war, eigneten sie sich dieses mittels Reisen zu anderen Produzenten in Europa an. Abgesetzt werden die Bio-Beeren über den Verarbeitungs- und Tafelwarenkanal. Die strategische Neuausrichtung zahlt sich aus. Die Nachfrage nach Aronia-, Goji-, Cassis-, Heidel- und Johannisbeeren kann bei Weitem nicht gedeckt werden.

AGROTOURISMUS IN ABGELEGENEN GEBIETEN: EIN PUZZLE MIT VIELEN TEILEN

Das Leben im wilden Calancatal ist beschwerlich. Die Bergbauernfamilie Berta aus Braggio (GR) sorgt mit Agrotourismus für Wertschöpfung im Bergdorf (http://www.braggiotourismus.ch ).Braggio liegt nur rund 25 Kilometer von Bellinzona entfernt und ist genau das Gegenteil der pulsierenden Tessiner Kantonshauptstadt. Denn der Ort ist nur über eine Luftseilbahn erreichbar.
Diese Bahn, die Abgeschiedenheit, die faszinierende Landschaft, die frische Bergluft und die Ruhe sind Puzzlesteine des Projekts. Landwirtin Agnes Berta suchte zusammen mit ihrem Mann nach einem Zusatzerwerb, der sich mit dem Biobetrieb kombinieren liess. In der Verknüpfung zwischen Ferienhausvermietung und Agrotourismus lag der Schlüssel. 1996 starteten sie mit der Vermietung des ersten Hauses, weitere folgten 2006 und 2011. 2013 wurde das Mehrzweckhaus eröff-net. Die Gäste stammen mehrheitlich aus der Schweiz, aber auch Besucher aus fernen Ländern wie Saudi-Arabien finden den Weg nach Braggio. Bertas verschaffen mit ihrem Projekt dem Dorf Wertschöpfung.

SEIDENPRODUKTION: EIN TRADITIONELLES HANDWERK WIRD GEMEINSCHAFTLICH WIEDERBELEBT
Die Vereinigung Schweizer Seidenproduzenten hat eine Tradition wieder zum Leben erweckt. Die gesamte Wertschöpfungskette ist eingebunden (http://www.swiss-silk.ch ).Die Seidenproduktion in der Schweiz reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Vor dem Ersten Welt-krieg wurden die letzten Raupen aufgezogen. Ueli Ramseier aus Hinterkappelen (BE) gründete 2009 zusammen mit Bauern einen Verein mit dem Ziel, ein Nebenerwerbseinkommen für die Landwirtschaft zu schaffen. Zuerst wurden produktionstechnische Aspekte überprüft. Das Wissen über die Aufzucht der Raupen und die Vervielfältigung der Futterpflanze, des Maulbeerbaums, galt es zu erarbeiten. Auch die Fähigkeit der Verarbeitung der Kokons zu Seide, der Abhasplerei, musste erlernt werden. Ebenso wichtig war die starke Marktorientierung. Das ist wichtig: Denn Schweizer Seide kostet mit 450 Franken pro Kilo das Achtfache des Weltmarktpreises. Heute um-fasst der Verein zwölf Produzenten, davon zehn Bauern. 2016 wurden rund 100 000 Raupen aufgezogen, erwartet werden 25 bis 27 Kilo Rohseide. Die Nachfrage ist aber deutlich höher.

Regionale Presseveranstaltungen Die nominierten Projekt-Teams werden sich – vorgängig zur Preisverleihung – den Medien an regi-onalen Presseveranstaltungen präsentieren. Diese finden statt:

AGROTOURISMUS IN ABGELEGENEN GEBIETEN

10. Oktober 2016, 10.00 Uhr, 6544 Braggio, Agriturismo Raìsc. Kontakt:
Agnese Berta, Tel. 079 281 34 86

SEIDENPRODUKTION

10. Oktober 2016, 10.30 Uhr, 3032 Hinterkappelen, Bergfeldstrasse 5. Kontakt:
Ueli Ramseier, Tel. 079 436 85 53

WEIDEGANS.CH
14. Oktober 2016, 10.00 Uhr, 8216 Oberhallau, Dorfstrasse 28. Kontakt:
Dominik Füglistaller, Tel. 079 487 99 06

RäSS-WILDBEEREN
21. Oktober 2016, 14.00 Uhr, 8463 Benken, Im Trügli 267. Kontakt: Simon Räss, Tel. 079 746 45 70

DIE AGROPREIS-VERLEIHUNG 2016 IM KURSAAL BERN Die Medien sind herzlich dazu eingeladen, die agroPreis-Verleihung zu besuchen und über die Innovation in der Schweizer Landwirtschaft zu
berichten:
Datum: 3. November 2016
Zeit: 15:00 bis ca. 17:00 Uhr
Ort: Kursaal Bern, Arena
Moderation: Ueli Schmezer, Musik: Neoländler
Grussbotschaften: Bundesrat Ueli Maurer, Vorsteher Eidg. Finanzdepartement, und Na-tionalrat Markus Ritter, Präsident Schweizer Bauernverband

Die Gesamtpreissumme beträgt 50 000 Franken. Jedes der vier nominierten Projekt-Teams erhält eine Nominationsprämie in Höhe von 5 000 Franken. An der Preisverleihung am 3. November 2016 werden folgende Preise verliehen:
agroPreis 2016 der emmental versicherung: 20 000 Franken Leserpreis der Medienpartner «Schweizer Bauer» und «Terre & Nature»: 3 000 Franken
Saalpreis des Publikums an der Preisverleihung: 2 000 Franken Spezialpreis Schweizerischer Landmaschinenverband: 5 000 Franken

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