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01.09.2016

Mit neuen Pflanzensorten in die Zukunft

(blw.admin.ch) - Stehen auf lange Sicht Pflanzensorten zur Verfügung, mit denen eine gesellschaftlich erwünschte Land- und Ernährungswirtschaft in der Schweiz möglich ist? Das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) ist der Ansicht, dass diese Frage nur mit ja beantwortet werden kann, wenn die Weichen bereits heute richtig gestellt werden. Es hat deshalb eine Strategie Pflanzenzüchtung 2050 erarbeitet. Eva Reinhard, stellvertretende Direktorin des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW), hat die Strategie heute in Zürich präsentiert. Gleichzeitig stellten auch Agroscope, die ETH und das FiBL ihre Massnahmen zur Stärkung der Pflanzenzüchtung vor.

Wir alle - und in Zukunft gibt es immer mehr von uns - wollen uns gut und gesund ernähren. Dabei dürfen wir die Belastbarkeitsgrenze der Ökosysteme durch die Erzeugung von Lebensmitteln nicht überschreiten. Diesen Anforderungen stehen Entwicklungen entgegen, die es gewiss nicht einfacher machen: Insbesondere der Klimawandel mit all seinen Auswirkungen wie mehr extreme Wettersituationen, der Verlust von fruchtbarem Agrarland sowie das Auftreten neuer Pflanzenkrankheiten und -schädlinge.

All dies unter einen Hut zu bringen ist eine immense Herausforderung, wobei die Pflanzenzüchtung unter Fachleuten als Schlüsseltechnologie zur Lösung gilt. Pflanzenzüchtung wird seit tausenden von Jahren betrieben, mit Methoden, die sich stetig weiterentwickeln. War es zu Beginn noch die rein optische Auslese der besten Pflanzen auf dem Feld, so ist es heute möglich, die gewünschten und bekannten Eigenschaften einer Pflanze gezielt zu kombinieren und zu nutzen. Die neuen Züchtungsmethoden sind jedoch aufwändig und teuer, was die überwiegend kleinen Schweizerischen Züchtungsunternehmen mit ihren für die Schweiz massgeschneiderten Zuchtprogrammen vor grosse Probleme stellt und somit den möglichen Züchtungsfortschritt nicht erreichen lassen. Hier setzt die Strategie an, indem sie die Voraussetzungen für die Züchtung entscheidend verbessern will - zum Beispiel durch die Vernetzung von Grundlagen- und angewandter Forschung mit praktischer Züchtung sowie um Effizienzgewinne durch Zusammenarbeit zu erzielen.

Weiter ist zu klären, ob es auch in Zukunft öffentlich finanzierte Züchtungsprogramme braucht. Und wenn ja, nach welchen Kriterien und bei welchen Kulturarten?

Die Strategie der Schweiz macht nur im Rahmen internationaler Zusammenarbeit Sinn. Das Land ist schlicht zu klein, um Züchtungsforschung und Entwicklung neuer Sorten selbst zu bewältigen. Deshalb wird der Bund auf internationaler Ebene aktiv auf mögliche Partner zugehen.

Die Zeithorizonte der Pflanzenzüchtung sind gross. Es dauert in der Regel mindestens 10-15 Jahre, bis eine neue Sorte aus der Kreuzung der Elternsorten bis zu Markteinführung entwickelt ist. Es gilt also, bereits heute die Anforderungen und Bedingungen der Zukunft vorauszuahnen und langfristig mit dem Zeithorizont 2050 zu denken.

Das Bundesamt für Landwirtschaft ist daran, die Strategie in einem Massnahmenplan zu konkretisieren. Dieser liegt voraussichtlich im Frühsommer 2017 vor.

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