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09.06.2016

Unwetter verursachen Millionenschäden

(bauernzeitung.ch) - Die heftigen Gewitter und starken Regenfälle vom Mittwoch haben in mehreren Regionen der Schweiz zu Schäden in Millionenhöhe geführt. Besonders hart traf es den Kanton Aargau und die Nordwestschweiz. Die Landwirtschaft ging bislang noch glimpflich aus.

In Liestal BL fielen am Mittwochnachmittag gemäss SRF Meteo innerhalb von nur einer Stunde 22 Liter pro Quadratmeter Regen, im Leimental BL innerhalb von zwei Stunden über 30 Liter. Die Polizei Baselland registrierte rund 350 Notrufe. Die meisten betrafen Keller, die unter Wasser standen, sowie Bäche, die über die Ufer traten.

Rund 1000 Schäden im Baselbiet
Zudem waren diverse Strassen überflutet, darunter die Autobahnen A2 und A3 bei der Verzweigung in Augst BL. In Frenkendorf BL sei eine Brücke eingebrochen, in Grellingen BL und diversen anderen Orten habe es kleinere Erdrutsche gegeben, hiess es. Die Basellandschaftliche Gebäudeversicherung (BGV) rechnet mit gegen 1000 Schäden im Umfang von durchschnittlich 7000 und 10'000 Franken. Die Schadensumme dürfte insgesamt fünf und zehn Millionen Franken betragen. Weit "harmloser" verlief das Unwetter gemäss der Gebäudeversicherung Basel-Stadt im Stadtkanton. Die Einsatzzentrale der Feuerwehr verzeichnete rund 50 Notrufe wegen Wasserschäden. Die Schadensumme dürfte sich in Basel-Stadt auf gegen eine Million Franken belaufen, wie es auf Anfragen hiess.

Feuerwehren im Dauereinsatz

In den Kantonen Aargau und Solothurn standen die Einsatzkräfte ab Mittwochmorgen im Dauereinsatz. Allein im Kanton Aargau wurden 48 Feuerwehren alarmiert. Diese mussten 400 Mal ausrücken. Gemäss SRF Meteo fielen in Stetten im Aargauer Reusstal in drei Stunden 60 Liter Regen. Zahlreiche Keller wurden überschwemmt und Strassen überflutet, wie die Kantonspolizei Aargau in ihrer Bilanz schrieb. Bei der Kantonspolizei Solothurn gingen rund 110 Schadenmeldungen ein, vor allem wegen vollgelaufener Keller, über die Ufer getretener Bäche und kleinerer Erdrutsche. Am Nachmittag beruhigte sich die Lage. Überschwemmungen in Bern Die Berner Kantonspolizei registrierte von Mittwochmittag bis Donnerstagvormittag 54 Meldungen, wie Mediensprecher Dominik Jäggi auf Anfrage sagte. Sie betrafen vor allem mit Wasser vollgelaufene Keller, überschwemmte Strassen, heruntergewehte Äste und geknickte Bäume. Vereinzelt traten auch Bäche über die Ufer. Auch im Nachbarkanton Freiburg hatten rund 50 Liegenschaften Wasser in Kellern und Garagen. Betroffen waren die Regionen um Überstorf und Wünnewil sowie Misery, Courtepin und Matran, wie die Freiburger Kantonspolizei mitteilte.

Nur kurze Atempause
Bis am Donnerstagabend rechnen die Meteorologen in der Zentral- und Ostschweiz erneut mit Niederschlägen von bis zu 30 Liter pro Quadratmeter. Die grössten Regenfälle erwarten sie an den Voralpen und am nördlichen Alpenkamm. Örtlich könnte es zu Überschwemmungen und vor allem zu Hangrutschen kommen. Nach einer kurzen Verschnaufpause am Freitag soll gemäss SRF Meteo bereits am Samstagmorgen wieder Regen einsetzen. Bis am Dienstagabend könnte es in den Bergen nochmals bis zu 100 Liter Regen geben.

Noch keine Auswirkungen auf Früchte und Gemüse
Für die Gemüseproduzenten ist das aktuelle Wetter zwar unangenehm, die Lage aber noch nicht tragisch. "Wir hatten einen schlechten Start mit langem Bodenfrost und jetzt kommt noch der Regen dazu", sagte Valerie Maertens vom Verband Schweizer Gemüseproduzenten der Nachrichtenagentur sda. Bis jetzt könnten die Produzenten aber mit der Situation leben. Es gebe keine Berichte über grössere Verluste. Auch bei der Obstproduktion sind keine Konsequenzen des schlechten Wetters zu spüren. Die Mengen und die Qualität seien gut, sagte der Sprecher des Schweizer Obstverbandes, Josef Christen, auf Anfrage der sda. Zum Glück gebe es immer wieder trockene Perioden, während derer der Boden abtrocknen könne. Auch für die derzeit reifenden Erdbeeren seien die aktuellen Temperaturen gar nicht schlecht. Einzige die Kirschen-Ernte könnte sich leicht verspäten. Auswirkungen könnte der andauernde Regen hingegen auf die Verkaufszahlen haben. Denn schönes Sommerwetter hebe die Stimmung und animiere die Leute zum Konsum von mehr Sommerfrüchten, sagte Christen.