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28.04.2016

Konsumlaune steigt erneut

(schweizerbauer.ch) - Die Konsumlaune der Schweizerinnen und Schweizer ist im März erneut leicht gestiegen. Der UBS-Konsumindikator, der sich aus sechs Indizes zusammensetzt, legte von revidierten 1,45 auf 1,51 Punkte zu. Damit setzt sich der positive Trend der letzten Monate fort.

Dies deute auf eine weiterhin solide Entwicklung des Schweizer Privatkonsums hin, teilte die UBS am Mittwoch in einem Communiqué mit. Der Anstieg des Konsumindikators im März wurde durch eine bessere Stimmung unter den Detailhändlern gestützt. Damit ist der Indikator seit September ständig gestiegen, wie UBS-Ökonom Alessandro Bee auf Anfrage sagte.

Positivere Signale
Trotz des starken Frankens, des florierenden Einkaufstourismus und der verhaltenen Konsumentenstimmung verbesserte sich der Umfragewert der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich auf -7 Indexpunkte. Im Vormonat hatte der Umfragewert noch bei -10 Indexpunkten gelegen. Demgegenüber erhielten die Käufe von neuen Autos im März einen leichten Dämpfer, was einen stärkeren Anstieg des Konsumindikators verhinderte.

Auch vom Tourismus kamen zuletzt wieder positivere Signale für den Konsumindikator. Nach dem harzigen Beginn der Wintersaison gab des im Februar 1,6 Millionen Übernachtungen von Inländern in Schweizer Hotelbetten. Das sind 2,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Allerdings berücksichtigt der UBS-Konsumindikator nur die Hotelübernachtungen von Inländern in der Schweiz. Denn insgesamt sank die Zahl der Übernachtungen in hiesigen Hotels im Februar um 1,3 Prozent auf 3,1 Millionen, weil weniger ausländische Gäste kamen.

Sechs konsumnahe Grössen
Die Hotellerie hoffe nun auf den Sommer, schreibt die UBS. Da der aussergewöhnlich schöne Sommer des vergangenen Jahres wohl vielen Schweizer Gästen Ferien im eigenen Land schmackhaft gemacht habe, erwarte die KOF in diesem Jahr rund 2,6 Prozent mehr Übernachtungen in- und ausländischer Gäste in Schweizer Hotels.

Der UBS-Konsumindikator zeigt mit einem Vorlauf von ein bis drei Monaten auf die offiziellen Zahlen die Entwicklung des Privatkonsums in der Schweiz an. Dieser ist mit einem Anteil von gut 50 Prozent die mit Abstand wichtigste Komponente des Schweizer Bruttoinlandprodukts.

Berechnet wird der Index aus folgenden sechs konsumnahen Grössen: Immatrikulationen von neuen Personenwagen, Geschäftslage im Detailhandel, Anzahl Hotelübernachtungen von Inländern in der Schweiz, Konsumentenstimmungsindex, Beschäftigungsentwicklung sowie Kreditkartenumsätze, die über die UBS an inländischen Verkaufspunkten abgewickelt werden.

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