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04.12.2015

EU Fresh Info Forum 2015: Branche diskutierte über IT-Lösungen in der Supply Chain

(fruchthandel.de) - Welche bislang ungenutzten Potentiale können durch den stärkeren Einsatz von Online- und IT-Lösungen, mobilen Apps, Drohnentechnologie und Robotik in der globalen Supply Chain für Frischeprodukte noch gehoben werden? Diese Frage stand am 1. und 2. Dezember im Mittelpunkt des zweiten Fachkongresses EU Fresh Info Forum in Rotterdam.

Eines verband alle Präsentationen trotz der Unterschiedlichkeit der jeweiligen Ansätze miteinander: Die zunehmende Notwendigkeit, die in der digitalen Welt immer komplexeren Datenbestände qualitativ auszuwerten, miteinander zu teilen und für die Praxis anwendbar zu machen. Neben der Softwarebranche war auch der Frucht- und Einzelhandel in Rotterdam gut vertreten. Über den Stand der Dinge in ihren Unternehmen berichteten z.B. Ben Horsbrugh, (Director Quality Management UNIVEG Group) und Christoph Waltert (Business Excellence Manager SanLucar Fruit). Vor allem Ben Horsbrugh bezweifelte, dass die weltweite O+G-Branche die sich bietenden IT-Möglichkeiten bereits zur Gänze nutzt. „Wir alle in der Fruchtbranche bewegen, rein physisch gesehen, jeden Tag eine Unmenge an Paletten. Dahinter stehen aber eigentlich enorme Datenmengen hinsichtlich Farbe, Größe, Textur, Temperatur und zahllosen anderen Produktkriterien. In der O+G-Branche wird unbestritten bereits sehr viel in Sachen IT umgesetzt. Aber ich denke, dass wir die gewaltigen Datenmengen noch viel konsequenter nutzen könnten, um nicht nur die jeweiligen Kundenanforderungen zu erfüllen, sondern die Qualität aller Produkte und Prozesse immer weiter zu verbessern“, sagte Horsbrugh. Auch Christoph Waltert betonte, wie elementar angesichts globaler Geschäftsprozesse die Vollständigkeit und Güte von Informationen sei. Bei SanLucar habe man in verschiedenen internen Projekten nicht nur die Qualität der Artikel-Masterdaten wesentlich verbessern können. „Auch die Rechnungserstellung konnte auf diese Weise um bis zu zwei Tage beschleunigt werden“, sagte Waltert. Zukünftig werde man durch die Verbindung zwischen Produktion und PoS in Echtzeit noch viel effizienter mit dem LEH Programmplanungen vornehmen und Einfluss auf die Umsatzentwicklung ausüben können.

Was die Frischebranche im Online-Handel theoretisch erreichen kann, zeigte in Rotterdam eindrucksvoll Loren Zhao, Mitgründer des führenden chinesischen Online-Retailers Fruitday. In nur wenigen Jahren hat Fruitday in China mit Online-Retailing und einigen physischen Verkaufspunkten ein Umsatzniveau von 160 Mio US-Dollar erreicht. So lauten zumindest die Prognosen für 2015. „Der chinesische E-Commerce-Markt entwickelt sich ausgesprochen dynamisch, was auch den günstigen handelspolitischen Rahmenbedingungen mit den Nachbarländern zu verdanken ist“, sagte Zhao. Gefragt, ob Fruitday sich nun auch in Europa engagieren werde, winkte der Shootingstar jedoch ab. „Wir werden unseren Expansionskurs zunächst weiter vorrangig auf den chinesischen Markt ausrichten. Das dortige Potential ist nämlich noch sehr, sehr groß.“