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19.02.2019

Die Roboter fahren auf die Fläche

Versprechen von weniger Out-of-Shelves – Mehr Umsatz durch bessere Regallücken-Erkennung – Droiden dienen auch als Lotsen für Kunden
(LZ-online) - Immer mehr Händler testen Maschinen als Mitarbeiter im Laden. Die Roboter sollen Kunden den Weg weisen, bei der Inventur helfen, Regallücken erkennen oder die Fläche putzen.
Der Handel wird beim Roboter-Einsatz Vorreiter sein, davon ist Horst-Michael Groß überzeugt. Er muss es wissen: Groß ist Leiter des Fachbereichs für Neuroinformatik und Kognitive Robotik an der TU-Ilmenau. Ein Blick auf die Fläche gibt ihm Recht: Immer mehr Händler testen die Maschinen als Mitarbeiter im Laden.

Werner zum Beispiel weiß wo’s langgeht: Beim Elektromarkt Conrad in Essen, Regensburg und Stuttgart weist er den Weg. Media-Markt-Saturn setzt auf Paul. In vier Märkten in Ingolstadt, Berlin, Hamburg und Zürich führt der Droide Kunden zum Produkt ihrer Wahl und beantwortet ihre Fragen – so er die Antworten in seinem Programm gespeichert hat. Bei Rückfragen oder Gesprächspausen muss er passen.

Mit dem Sprechen hapert’s auch bei Pepper, einer Entwicklung von Aldebaran Robotics, die zum japanischen Internetkonzern Softbank gehören. Pauls Kollege steht Montags bis Freitags von 10 bis 16 Uhr bei Edeka Stengel in Fürth in der Nähe der Kasse, weist auf Sonderangebote hin oder beantwortet Fragen. Solche, die er versteht zumindest. Der Modehändler Leffers, die Schweizer Migros und Carrefour experimentieren ebenfalls mit dem kleinen Kerl. Auch der US-Baumarkthändler Lowe‘s, sowie chinesische und russische Händler testen Kommunikationsroboter.

Eher schweigsam dagegen ist Tory. Der knapp eineinhalb Meter große Droide sieht und scannt alles: Steht die Shampooflasche am richtigen Regalort? Droht eine Lücke beim Nutella-Glas? Stimmt der Preis bei den Müsliflocken? Fehlt etwas oder ist verkehrt, benachrichtigt Tory die Markt-Mitarbeiter per App. Bis zu zehn Prozent mehr Umsatz durch weniger Out-of-Shelves verspricht Qopius seinen Kunden. Albert Heijn hat Tory schon getestet für die Inventur und zur Regallücken-Detektion. Metro, Carrefour, Lidl und Media-Markt-Saturn planen den Einsatz.