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01.06.2018

Die Online Verkäufe steigen, bleiben aber bis 2030 überschaubar

(freshplaza.de) - Die Mittelklasse in Asien und Afrika wächst. Mit der kontinuierlichen Automatisierung wird auch die Urbanisierung in den kommenden Jahrzehnten weiter fortschreiten. Insgesamt haben sich bei der Fruit Logistica 30 Mega-Trends in der Gesellschaft angedeutet, die die Zukunft des Sektors bestimmten könnten. In einem aktuellen Bericht blickt das Organisationsteam der Messe in die Zukunft, in 2030. Wenn sich dieser Bericht bewahrheitet, wird der Markt in nur zwölf Jahren ganz anders aussehen.

Die guten Nachrichten sind, dass es voraussichtlich weltweit einen großen Anstieg des Konsums von Obst und Gemüse geben wird. Die Nachfrage steigt wegen der steigenden Weltbevölkerung und dadurch, dass immer mehr für die Produkte ausgegeben wird. Denn die Verbraucher werden häufiger nach dem Nährwert eines Produktes entscheiden und daher mehr für Obst und Gemüse ausgeben. Das Wachstum wird für den Sektor allerdings auch eine Herausforderung werden. Nicht jeder Markt wird mit der gleichen Geschwindigkeit wachsen, und auch innerhalb der Märkte werden die Unterschiede, wie beispielsweise beim Einkommen, schnell sichtbar werden.

Asien und Ozeanien immer wichtiger
Bei der geographischen Verteilung der Ausgaben ist vor allem die dominante Rolle von Asien und Ozeanien auffällig. Während in 2015 46 Prozent aller Ausgaben für Obst und Gemüse in dieser Region dokumentiert wurden, wird diese Zahl bis 2030 auf 56 Prozent ansteigen. Dieses rasante Wachstum steht im Kontrast zum langsameren Wachstum oder sogar der Stagnation in westlichen Ländern. 2030 werden die Länder im asiatischen Raum, Ozeanien, dem Mittleren Osten und Afrika zusammen fast 70 Prozent des Marktes ausmachen. Innerhalb dieser Regionen werden sich jedoch große Unterschiede bezüglich der Ausgaben zeigen. Wegen des schnellen Wachstums des asiatischen BSP, wird auch die Nachfrage nach gesunden Lebensmitteln schnell steigen. Dieser Trend konnte bereits in den vergangenen Jahren beobachtet werden. Die wachsende Mittelklasse ersetzte Grundnahrungsmittel wie Reis zunehmend mit Obst und Gemüse.

Außerdem wird auch in weniger gut zugänglichen Regionen ein großes Wachstum erwartet. Ein Beispiel dafür sind die Mega-Städte in Afrika. Für diese wird ein rasantes Wachstum vorhergesagt. Momentan haben jedoch zwei Drittel der Bevölkerung keinen direkten Zugang zu frischen Lebensmitteln. In absoluten Zahlen werden auch die Märkte in Nordamerika und Europa wachsen. Wenn man sich jedoch die relativen Zahlen ansieht, werden sie jedoch eine weniger wichtige Rolle spielen. Das ist die Folge von einem geringeren Wachstum und weniger großen Veränderungen der Ernährungsmuster.

Mehr Online Verkäufe

Auch die Art, wie Geld ausgegeben wird verändert sich. In den vergangenen Jahrzehnten ist vor allem das Out-Of-Home Segment stark gewachsen, es soll jedoch bald nachlassen. In 2015 wurden 31 Prozent der Verkäufe in dieser Kategorie getätigt. 2030 werden es voraussichtlich 32 Prozent sein. In absoluten Zahlen steigt dieser Anteil, aber der Anteil anderer Segmente wächst schneller. Allerdings gibt es auch gute Nachrichten. 2030 werden Obst und Gemüse eine wichtigere Rolle im Out-Of-Home Geschäft spielen. Es ist nicht nur ein Bericht mit dem größten Marktanteil, sondern auch der Markt selbst hat sich gut entwickelt und blickt inzwischen auf ein großes Netzwerk an entwickelten Angebotsketten.

Das Segment der Onlineverkäufe wird ein enormes Wachstum verzeichnen. Der Marktanteil war mit nur einem Prozent in 2015 noch recht klein, 2030 sollen jedoch bereits sieben Prozent der Verkäufe online getätigt werden. Die Online-Verkäufe von Lebensmitteln, und vor allem Obst und Gemüse, haben zurzeit jedoch noch einen begrenzten Marktanteil. Allerdings zeigen sich geographische Unterschiede. Das liegt an den unterschiedlichen Bedürfnissen der Verbraucher und der verschiedenen Profitabilität der Einzelhändler.

Das Potential dieses Marktes ist groß, obwohl die Online Verkäufe für Obst und Gemüse in naher Zukunft vermutlich nicht rasant steigen werden. Mit Akteuren wie Amazon und Ocado auf den neuen Märkten, sehen sich die lokalen Einzelhändler allerdings gezwungen, auf den Zug aufzuspringen.

Die Forscher erwarten, dass der Onlinemarkt für Obst und Gemüse 2030 einen Anteil von sieben Prozent haben wird. Europa und Asien werden führend im Geschäft sein. Amerika wird mit etwas Abstand folgen. Die wichtigsten Faktoren für das Wachstum sind die sinkenden Lieferkosten und eine größere Konkurrenz. "Die zunehmende Automatisierung und die Fortschritte im Logistik Sektor ermöglichen eine effiziente Lieferung, während die Verbraucher vermutlich besser auf den Kauf von Produkten auf Onlineplattformen vorbereitet sein werden, da es immer attraktivere Online Modelle gibt", schließen die Forscher.