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02.04.2015

Deutschland: Erntemengen und Handelsembargo ließen 2014 die Preise fallen

(fruchthandel.de) - Die deutsche Obstproduktion überstieg 2014 das Vorjahresniveau bei nahezu allen Arten. Bei Freilandgemüse wiesen vor allem die Arten mit hohem Ertrag wie Kohl, Möhren und Zwiebel ein Plus aus.

Ein Teil der Erntesteigerung war hier auch durch Anbauausweitungen verursacht, berichtet die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH. Ein früherer Erntebeginn sorgte oft für eine längere Überlappung mit Importen.
Russlandembargo und hohe Ernten in den Nachbarländern sorgten zusätzlich für niedrige Preise, so dass die Umsätze bei Obst um über 10% zurückgingen. Bei Gemüse wird dies nicht ganz so deutlich, weil der Anbau höherwertiger Kulturen (z.B. in Gewächshäusern) stärker ausgeweitet wurde. Aber auch hier dürften die Umsätze allenfalls konstant geblieben sein.

Apfeljahr 2014 mit zwei Gesichtern
Die Apfelsaison 2013/14 zeigte einen äußerst turbulenten Verlauf. Eine kleinere Ernte stimulierte die optimistische Markteinschätzung und mündete dann europaweit in einem extrem hohen Preisniveau. In Deutschland wurden die Konsumenten mit Preisen von 2,49 Euro/kg und mehr konfrontiert und wichen damit auf andere Produkte aus. Von Monat zu Monat wuchs der Absatzverzug im Vergleich zu den Vorjahren. Die Unruhe bei den Marktbeteiligten nahm zu, preislich wurde aber viel zu spät reagiert. Bereits ab Anfang Mai 2014 standen größere Mengen an Stein- und Beerenobst zur Verfügung und drängten das Angebot bei Äpfeln und Birnen in den Hintergrund. Ab Mitte Juni war es dann offensichtlich, dass die restlichen Äpfel aus der Ernte 2013 nicht mehr reibungslos im Frischmarkt untergebracht werden können. Der Saisonstart in die neue Ernte stand demnach unter keinem guten Stern. Dennoch dürften die Apfelproduzenten insgesamt mit dem Betriebsergebnis des ersten Halbjahres zufrieden gewesen sein. Die bis April sehr hohen Auszahlungspreise kompensierten die kleinere Ernte 2013.

Mit der hohen Apfelernte im Herbst 2014 in ganz Europa wendete sich das Blatt. Dabei machte das Handelsembargo Russlands die Sache nicht einfacher. Die Erzeugerpreise sanken ab Herbst ins Bodenlose. Mit zahlreichen Werbeaktionen in den Ketten konnte der Apfelkonsum, der in den zurückliegenden Jahren stetig abgenommen hat, wieder angekurbelt werden, erreichte aber nicht das Niveau früherer Jahre.

Erdbeermarkt auf Hochtouren
Hohe Erntemengen und anhaltender Preisdruck prägten auch die Erdbeersaison 2014. Durch die günstigen Vegetationsbedingungen standen bereits Anfang Mai ungewohnt große Mengen aus inländischer Produktion zur Verfügung. Importen aus Spanien und anderen südeuropäischen Anbaugebieten blieb nur ein kurzes Vermarktungsfenster für ihre Haupternte. Aber auch die innerdeutsche Konkurrenz nahm rasch zu. In der Folge gerieten die Preise schnell unter Druck. Im Zuge zahlreicher Aktionen im Lebensmitteleinzelhandel (LEH), besonders im Discountbereich, konnten zwar immer große Mengen abgesetzt werden, eine nachhaltige Entlastung des Marktes blieb aber aus. Das in weiten Teilen Deutschlands anhaltende Sommerhoch sorgte einerseits für eine nicht abreißende gute Nachfrage bei Erdbeeren, gleichzeitig blieb aber dadurch auch das Angebot nachhaltig hoch. Erst Ende Juni stabilisierte sich der Markt wieder. Zwar konnten große Mengen Erdbeeren verkauft werden, durch das niedrige Preisniveau gerade in der Hauptsaison gehörte die Saison 2014 aber nicht zu den erfolgreichsten.

Gemüseernte 2014 wieder auf der Überholspur
Nachdem sich ungünstige Witterungsbedingungen und ein später Saisonstart im Jahr 2013 negativ auf die Gemüseernte im Freiland ausgewirkt hatten, zeigt sich die Freilandgemüseproduktion im Jahr 2014 zurück auf der Überholspur. Mit 3,54 Mio t wurde die zweithöchste Erntemenge nach 2012 eingefahren. Bei der Anbaufläche wurde das drittgrößte Areal erreicht.

Spargel baut Vorsprung aus
Nicht nur hohe Erträge haben im vergangenen Jahr zu einem Anstieg der Gemüseproduktion geführt, sondern auch Flächenausweitungen bei wichtigen Kulturen. Insgesamt belief sich der Anbau von Freilandgemüse im Jahr 2014 auf 115.200 ha.

Dabei konnte Spargel als flächenmäßig bedeutendste Gemüseart seinen Abstand zu den anderen Kulturen ausbauen. Während die Ertragsfläche im vergangenen Jahr um 2,5% auf 20.100 ha zulegte, nahm die nicht ertragsfähige Fläche sogar um 17% auf 5.200 ha zu. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen flächenmäßig Speisezwiebeln und Möhren.

Mehr Paprika im Unterglasanbau
Im geschützten Anbau stehen Flächeneinschränkungen bei Kopfsalat Ausweitungen bei Paprika und Feldsalat gegenüber. Bedeutendste Gemüsekultur im Anbau waren Tomaten gefolgt von Feldsalat und Gurken. Trotz der leichten Flächeneinschränkung stieg die Erntemenge bei Unterglasgemüse um 13% auf 161.400 t. Möglich machten es die hohen Erträge bei Tomaten und Gurken sowie die gestiegene Produktion bei Paprika als Folge der größeren Anbaufläche.

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