Vorlage Banner
Vorlage Banner
Beschreibung Banner
SWISSCOFEL
SWISSCOFEL
Transparenz der Preis- und Marktsituation
Vorlage Banner
Vorlage Banner
Beschreibung Banner
Vorlage Banner
Vorlage Banner
Beschreibung Banner
SWISSCOFEL
SWISSCOFEL
Transparenz der Preis- und Marktsituation
SWISSCOFEL
SWISSCOFEL
Der Verband des Schweizerischen Früchte-, Gemüse- und Kartoffelhandels
SWISSCOFEL
SWISSCOFEL
Interessen seiner Mitglieder einheitlich darzulegen und zu vertreten
 
 

29.03.2019

"Der gehetzte Konsument will mehr Komfort"

(freshplaza.de) - Der gehetzte Konsument hat wenig Zeit, sich selbst um seine gesunde Mahlzeit zu kümmern. Er will Lösungen, die ihm hilft, die Stunden eines Tages besser und vorteilhafter zu nutzen. Oder einfach gesagt: Es soll Zeit bleiben, sich zu entspannen und einfach auf dem Sofa zu sitzen und eine schöne Serie auf Netflix zu schauen. Zu diesem Schluss kommt Saskia Smulders, Key Account Manager bei der GfK nach einer Selbststudie, aber vor allem auf der Basis von Marktzahlen. Letztere machen deutlich, dass das Wachstum von Convenience-orientierten Kanälen den Markt übersteigt. Für die gejagten Konsumenten, mit wenig Zeit, ist Zeit das Wichtigste und sie sind bereit, dafür Geld zu zahlen.

Saskia Smulders präsentiert Markttrends während der Verranstaltung Consument & Retail von GroentenFruit Huis am 21. März 2019.

Auf dem Consumer & Retail-Meeting für Mitglieder von GroentenFruit Huis erörterte Saskia die Marktentwicklung im Jahr 2018. Bei den verschiedenen Vertriebskanälen springt das Wachstum des Online-Shoppings (+33 Prozent) und der Online-Lieferung von Mahlzeiten (+23 Prozent) mit Kopf und Schulter heraus. Auch Spezialitätengeschäfte und Gastronomie wachsen mit 1 bzw. 1,5 Prozent etwas langsamer. Es folgen Supermärkte (+3), Hotels und Restaurants (+4) und Convenience-Lösungen (+5 Prozent).

Auf Produktebene zeigt sich auch, dass die Verbraucher nach Komfort suchen. Zum Beispiel stieg der Marktanteil an Frischepaketen im letzten Jahr um 4 Prozent. Dies bedeutet, dass heute jeder vierte Haushalt Frischepakete kauft. Bei den Gemüsesorten stiegen die Mischungen des Wokgemüses am schnellsten. Sie liegen mit 5 Prozent auf Platz zwei zwischen den Paprikas (8 Prozent) und den Tomaten (3 Prozent). Verarbeitete Früchte zeigen ebenfalls ein Wachstum: im Umsatz mit 15 Prozent und im Volumen mit 19 Prozent. Trotz der guten Wachstumszahlen betonte Saskia die Herausforderung, die verarbeiteten Früchte auf dem Markt zu halten, angesichts des wachsenden Widerstandes gegen Kunststoffverpackungen.

Die Verbraucher kaufen immer öfter Obst und Gemüse online, und obwohl der Anteil der Frischwaren einen frischen Aufwärtstrend zeigt, ist das Wachstum beim Online-Kauf von FMCG (Fast moving consumer goods) immer noch unterdurchschnittlich. "Hier gibt es Möglichkeiten, denn sobald man auf der digitalen Einkaufsliste des Käufers steht, hat man einen Vorteil. Der große Vorteil ist, dass das Online-Regal im Gegensatz zum physischen Regal tatsächlich dehnbar ist", sagte Saskia. "Es ist wichtig, die Geschichte der Frische von Obst und Gemüse online besser zu betonen."

Innerhalb der Konsumentengruppe gibt es große Unterschiede beim Einkauf von Obst und Gemüse. So kaufen vor allem reichere Familien und ältere Menschen mehr Obst und Gemüse. Der Anteil der Verbraucher, die viel Obst und Gemüse kaufen, liegt bei 20 Prozent. Sie machen fast die Hälfte des Einkaufsvolumens aus (45 Prozent Gemüse, 51 Prozent Obst). Seltene Käufer hinken deutlich hinterher, sie kaufen nur einmal in der Woche Gemüse und alle zwei Wochen Obst. "Um diese Gruppe von Kunden zu halten, ist einer guter Preis ausschlaggebend", sagt Saskia abschließend.