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01.09.2016

Das europäische Apfel Angebot verbreiterte sich zusehends

(fruchtportal.de) - Deutschland beherrschte mit Delbarestivale und Elstar das Geschäft. Gravensteiner gewannen an Bedeutung wie Summerred. Zudem gab es Akane, Wellant, James Grieve. Vermehrt konnte auf Boskoop zugegriffen werden. Dies geht aus dem "BLE-Marktbericht KW 34 / 16" hervor.

Die Bereitstellung aus den Nachbarländern dehnte sich aus. Zum Beispiel weiteten sich die Anlieferungen an französischen Primerouge, Elstar und Royal Gala aus. Granny Smith vermochten wegen mangelnder Reife kaum zu punkten. Man verdichtete die Importe von Royal Gala und Golden Delicious aus Italien. Basierend auf der angestiegenen Verfügbarkeit bewegten sich die Notierungen für gewöhnlich unisono nach unten. Alte Ernte und überseeische Früchte verloren offensichtlich an Wichtigkeit. Doch sie wurden dessen ungeachtet genügend nachgefragt. Generell versuchte man in diesem Sektor, sich an eine relativ stabile Preislinie zu halten, was meistens auch gelang. Diverse Restbestände sollten mittels Vergünstigungen flotter geräumt werden. Clubsorten hingegen konnten sich mitunter leicht verteuern.

Birnen
Trotz der neuen Saison zeigte der Handel einen ruhigen Verlauf. Die Abladungen harmonierten mit den Absatzmöglichkeiten, hatten sich nicht wesentlich vergrößert. Dr. Jules Guyot aus Spanien und Frankreich klinkten sich sukzessive aus. Williams Christ jeglicher Herkunft verstärkten ihre Präsenz. Abate Fetel aus Italien erschwerten ihren Kampagnenstart, da sie teilweise noch sehr jung waren. Andererseits konnten sie dank annehmbarer organoleptischer Merkmale schon befriedigenden Zuspruch generierten. Inländische Zuflüsse expandierten marginal. Die Forderungen hierfür wurden etwas abgesenkt. Die Kurse der übrigen Warenpalette bestätigten häufig annähernd das Vorwochenniveau, sackten verschiedentlich ein wenig ab aufgrund unzureichenden Interesses.

Tafeltrauben
Das Sortiment dehnte sich offensichtlich aus. Italien dominierte mit Victoria, die mit Italia konkurrierten, sowie Sugraone und Michele Palieri. Die Verfügbarkeit von griechischen Thompson Seedless stieg augenfällig an. Französische Prima und Lival wurden progressiv durch Alphonse Lavallée substituiert. Die Zufuhren von türkischen Sultana schwollen regelrecht an. Mittlerweile gab es 4,5-, 5- und 7-kg-Abpackungen. Das sommerliche Wetter hatte gemeinhin die Nachfrage verbessert. Die bisherigen Bewertungen blieben manchmal erhalten. Doch das Angebot wuchs überwiegend derart an, dass die Vertreiber um Vergünstigungen kaum herum kamen. Griechische Produkte in Standardqualität wurden ab 12,- €, punktuell sogar ab umstrittene 5,- € je 5 kg umgeschlagen. Erstmals vorrätige italienische Cotton Candy, eine kernlose, äußerst süße Novität, erzielten 23,- € je 6-kg-Steige.

Pfirsiche und Nektarinen
Der Zenit der diesjährigen Kampagne war eindeutig überschritten. Zwar trafen noch große Mengen ein, aber die Versorgung begrenzte sich erkennbar. Nach wie vor beherrschte Spanien den Handel. Etwas weniger wichtig ergänzten ihn italienische Chargen. Französische sowie türkische Importe rundeten ihn ab. Das Interesse ermüdete langsam. Die Forderungen mussten daher vielfach reduziert, konnten bloß selten auf ihrem Vorwochenniveau fixiert werden. Türkische Partien waren teils zu reif, kämpften also mit Abbauerscheinungen, weshalb sie sich verbilligten. Teils vermochten sie mit ihrer Güte zu überzeugen und notierten somit unverändert.

Pflaumen
Der Verkauf wurde hauptsächlich mit inländischer Ware getätigt. Hanita dominierten. Cacaks Schöne mussten Cacaks Fruchtbaren weichen und landeten auf dem dritten Platz. Ortenauer, Cacaks Beste und Valjevka kamen neu ins Angebot. Generell war die Verfügbarkeit der einheimischen Offerten fortlaufend überschaubar. Aufgrund einer freundlichen Aufnahme verharrten die Preise oftmals auf einem konstanten Level; bei stärker angewachsenen Anlieferungen tendierten sie jedoch auch nach unten. Dank eines kongruenten Verhältnisses von Warenzu- und -abflüssen oder basierend auf einer leichten Verknappung konnten sich die Kurse zum Freitag hin verschiedentlich nach oben bewegen. Osteuropäischen Früchte wie serbische Stanley vergünstigten sich. Die Aufrufe bei südeuropäischen Susinen wurden nicht wesentlich modifiziert. Reineclauden verteuerten sich kraft intensiverer Order, Mirabellen wegen eingeschränkter Sortimentsbreite. Beide stammten vorrangig aus Frankreich.

Kiwis
Der Markt war fest in der Hand neuseeländischer Zufuhren, aber die chilenischen Importe stiegen allmählich an. Bei einem ruhigen Bedarfsgeschäft veränderten sich die Bewertungen recht selten. Da durch die chilenischen Zugänge die Vormachtstellung der neuseeländischen Abladungen ins Wanken geriet, verfolgte man bei diesen eine nicht mehr ganz so harte Preislinie wie bisher.

Bananen

Generell verlief das Geschäft sehr unaufgeregt. Die Bereitstellung hatten die Vertreiber vorsorglich auf die eingeschränkten Unterbringungsmöglichkeiten abgestimmt. Der Nachschub aus den Reifereien blieb überschaubar. Die Notierungen bewegten sich so gut wie gar nicht. Drittmarken kosteten punktuell genau so viel wie Zweitmarken. In München konnten sich trotz einer ferieninduziert entschleunigten Order Verteuerungen etablieren.

Blumenkohl
Deutsche Offerten beherrschten den Markt. Verschiedentlich gab es in eher spärlichem Umfang belgische und polnische Alternativen. Für gewöhnlich begrenzte die Hitze die Nachfrage erkennbar, doch das schadete dem übersichtlichen Angebot nicht wesentlich. Die Bewertungen verharrten überwiegend auf einem konstanten Level, zogen gelegentlich sogar marginal an, da Qualität gesucht war. Bloß selten sollten bei zu schleppendem Umschlag Vergünstigungen den Zuspruch forcieren. 8er- Abpackungen erzielten wenig Beachtung und wurden ab 4,50 € je Steige verkauft.

Salat
Dominierender inländischer Eissalat musste sich lediglich niederländischer Konkurrenz stellen. Die Notierungen neigten gemeinhin zu einer gewissen Stabilität. Sie fielen in Hamburg wegen beträchtlicher Abladungen und schwankten einzig in Berlin etwas stärker, um dann zum Schluss wieder Vorwochenniveau einzunehmen. Der Handel mit Kopfsalat basierte hauptsächlich auf deutschen, nachrangig auf belgischen Zuflüssen. Bei einer oftmals ausgeglichenen Versorgung veränderten sich insbesondere bei einheimischen Chargen die Preise kaum. In enger Anbindung an die Dosierung stiegen sie oder sackten sie ab bei Produkten aus Belgien. In Hamburg verbilligte sich das gesamte Sortiment infolge eines zu flauen Bedarfs. Inländische Bunte Salate wurden kontinuierlich ohne erhebliche Modifikation zwischen 3,50 und 5,- € je 9er-Steige aufgerufen. Die Forderungen für Feldsalat variierten leicht, brachen zum Teil deutlich ein. Chicorée und Endivien spielten wie gehabt stets am Rande eine Rolle.

Gurken
Die Anlieferungen von Schlangengurken blieben überschaubar. Einheimische Erzeugnisse wurden von niederländischen und belgischen ergänzt. Neben den wenigen französischen Importen tauchten erste griechische Partien auf. Die Preise verharrten anfangs auf einem hohen Level. Das bremste erkennbar den Absatz. Im Laufe der Tage bröckelten die Bewertungen stufenweise ab. Diese Entwicklung wurde durch drohende Bestände forciert. 400/500-g-Offerten waren ab 0,67 € je Stück erhältlich. Krumme Gurken schafften es zuweilen aufgrund minderer Qualität nicht in den Verkauf. Die vorherrschenden Minigurken aus Deutschland und den Niederlanden zeigten einen mäßig oszillierenden Trend zu Vergünstigungen. Übersichtliche Zufuhren aus der Türkei konnten sich diesem Prozess entziehen, da sie genügend geordert wurden.

Tomaten
Das gesamte Sortiment erfreute sich einer guten Beachtung. Die hochsommerlichen Temperaturen hatten dem Vertrieb ordentlich Schwung verliehen. Trotz der üppigen Verfügbarkeit stiegen die Notierungen zunächst überall augenscheinlich an. An manchen Plätzen dauerte diese Phase bloß bis zur Mitte der Woche. Es folgten daraufhin nachfrageinduziert abfallende Kurse; die genauen Rahmenbedingungen für den Handel wurden dabei vorwiegend durch die Frische und Schnittfestigkeit der Ware definiert. Überhänge konnten nicht immer vermieden werden. Zum Freitag hin mussten die Kunden verschiedentlich jedoch wieder etwas mehr bezahlen. Inländische Angebote waren öfters ausgenommen von diesen unruhigen Bewegungen und kosteten dann fast durchgängig so viel wie bisher.

Gemüsepaprika
Natürlich herrschten weiterhin die niederländischen Erzeugnisse vor, türkische ergänzten. Die Präsenz polnischer und spanischer Früchte wuchs an, die der belgischen verringerte sich. Die Gestaltung der Preise zeigte sich wie gehabt sehr divergent. Selbst marktweise ließen sich keine einheitlichen Richtungen verzeichnen. Grundtenor waren Verbilligungen: entweder verliefen diese sukzessive oder sie wurden nur vereinzelt gewährt. Zwischendrin konnte sich sporadisch ein Aufwärtstrend etablieren, der sich aber schnell ins Gegenteil kehrte. Das galt insbesondere für gelbe und rote Varietäten. Grüne Kultivare blieben gelegentlich davon verschont. Diese verteuerten sich sogar, wenn die Mengen nicht ausreichten, um das Interesse zu stillen. Aufrufe von bis zu 19,- € je 5-kg-Karton bremsten erkennbar den Absatz von orangen Produkten.