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17.04.2019

Brüssel greift in die spanische Zitruskrise ein

(valenciaplaza.com) - Die Europäische Union hat die Proteste der valencianischen Erzeuger zur Kenntnis genommen. Der Direktor der EU für Handelsschutz, Leopoldo Rubinacci, hat der valencianischen Europaabgeordneten Inmaculada Rodríguez-Piñero mitgeteilt, dass Brüssel die mögliche Anwendung der Schutzklausel im Handelsabkommen zwischen der EU und den Ländern des südlichen Afrika prüfen wird, die dem Zitrussektor der Region Valencia durch diese Kampagne erheblichen Schaden zugefügt haben soll. Rubinacci hat auch um eine Gelegenheit gebeten, sich mit der Branche zu treffen.

Der Direktor für Handelsschutz der EU ist für die Bewertung der Anwendung der Schutzklauseln sowie anderer Verteidigungsinstrumente gegen Vereinbarungen zuständig, die den Interessen der EU schaden können. Er ist sich „völlig bewusst, dass es ein Problem gib“, sagt Rodríguez-Piñero. Dies wurde von der sozialdemokratischen Europaabgeordneten bei dem Treffen mit Rubinacci in dieser Woche bestätigt.

Rubinacci sagte auch, dass der Zitrussektor in Brüssel einen Sprecher haben sollte, der die Beobachtungen sowohl der Erzeuger als auch der Unternehmen vermitteln kann. Die Entscheidung wird letztendlich von den 28 Mitgliedstaaten anhand von Zahlen getroffen. Der EU-Handelsschutzdirektor hat während des Treffens mehrmals beide Punkte betont, da es vorrangig darum geht, „das genaue Problem“ herauszufinden.

Rodríguez-Piñero wies Rubinacci darauf hin, dass diese Schutzklausel bereits bei anderen Produkten wie Bananen oder Reis durchgesetzt wurde. Im zweiten Fall wies der europäische Beamte darauf hin, dass dies auf eine sehr klare Verletzung der Menschenrechte in Myanmar zurückzuführen sei, während der erste vom gesamten europäischen Sektor verteidigt wurde.
Dies ist in der Tat ein weiterer Aspekt, den der Direktor für Handelsschutz hervorgehoben hat: Das Problem muss über die Grenzen der Region und sogar über die des Staates hinausgehen, da die Europäische Union europäische und nicht nationale Probleme lösen will. Er wies darauf hin, dass die Erzeuger aus Castellón, Valencia, Andalusien, Murcia und Tarragona (den Hauptanbaugebieten Spaniens) sich mit italienischen und griechischen Zitrusproduzenten zusammenschließen müssen. Die Verwirklichung der Einheit in diesem Sektor auf höchstem Niveau und die Vorlage nachweisbarer Zahlen sind für das Handeln der EU unabdingbar.