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04.04.2019

Die Migros im digitalen Wandel

(foodaktuell.ch) - Trotz einem Rekordumsatz hat die Migros auch letztes Jahr erneut weniger Gewinn gemacht. Die Detailhändlerin will die Digitalisierung forcieren und testet neu gekühlte Abholboxen für Online-Bestellungen.

Seit 2014 macht die Migros Jahr für Jahr weniger Reingewinn. «Der Gewinn muss steigen», hatte deshalb der neue Migros-Chef Fabrice Zumbrunnen vor einem Jahr gefordert. Doch auch 2018 gelang dem Detailhandelskonzern die Trendwende nicht. Der Gewinn schrumpfte auf 475 Millionen Franken, ein Minus von 5,5 Prozent verglichen mit 2017. Dabei machte die Migros 2018 so viel Umsatz wie noch nie: 28,5 Milliarden Franken, 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Einen dicken Strich durch die Rechnung machte der Migros das Sorgenkind Globus. Die Migros krempelt die Warenhauskette radikal um und musste einen Abschreiber von 90 Millionen Franken vornehmen, wie Migros-Finanzchef Jörg Zulauf an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich sagte.

Hingegen gelang es der Migros 2018 erstmals seit 2014, ihren Betriebsgewinn (EBIT) zu steigern, um 7,8 Prozent auf 651 Millionen Franken. Die Migros hat letztes Jahr mehrere Spar- und Effizienzprogramme gestartet. Diese trügen ihre ersten Früchte, sagte Zulauf. Er sei zuversichtlich, in zwei bis drei Jahren die angestrebte EBIT-Marge von 3 bis 5 Prozent zu erreichen. 2018 betrug sie 2,3 Prozent.

Online bestellen, im Laden abholen
«Die Migros ist auf Kurs», betonte Migros-Chef Fabrice Zumbrunnen. Aber sie müsse auf allen Ebenen innovativer, beweglicher und effizienter werden. Der Fokus liegt auf dem digitalen Umbau. Ein Beispiel ist Ex Libris. Die Migros hat letztes Jahr 43 von 57 Filialen des Buchhändlers geschlossen und dafür den Online-Kanal forciert. Trotz «substanziellem Wachstum» im Online-Handel, so Zulauf, hat sich der Umbau zum Online-Anbieter allerdings 2018 noch nicht ausbezahlt.

Die Migros vernetzt auch zunehmend digitale Shops mit dem stationären Handel. Ein Beispiel ist das Abholnetzwerk PickMup. Kunden können Waren in 20 Online-Shops der Migros und Drittfirmen bestellen und dann an einem der über 500 PickMup-Standorte im Migros-Filialnetz abholen. Letztes Jahr hätten sich die Bestellungen auf 160000 verdoppelt, sagte Zumbrunnen. An drei Standorten (in Buchs, Brügg und Lenzburg) testet die Migros derzeit PickMup-Boxen, die wie die Paketabholboxen der Post funktionieren. Kunden können hier ihre bestellten Waren rund um die Uhr abholen, gekühlte Fächer sorgen dafür, dass Lebensmittel bis zur Abholung frisch bleiben.

Trotz der Digitalisierung vergrösserte die Migros letztes Jahr auch ihr Filialnetz um 26 Läden auf 727. Dank mehr Kunden stieg der Umsatz im genossenschaftlichen Detailhandel um 2,5 Prozent auf 16,9 Milliarden Franken. Die Migros baute auch ihren Marktanteil im Detailhandel weiter aus, von 21,8 auf 22,2 Prozent. Rasanter als der stationäre Handel wächst das Online-Geschäft; der Umsatz nahm um 6,9 Prozent auf 2,1 Milliarden Franken zu, wobei vor allem der Online-Händler Digitec Galaxus (+14,2 Prozent) Wachstumstreiber ist.

Gut verkauft haben sich nachhaltige, regionale und gesunde («aha!»-Label) Produkte. Hier stieg der Umsatz um 5,3 Prozent auf 4,2 Milliarden Franken. Das Label «Aus der Region. Für die Region» setzte 994 Millionen Franken um (+3,5 Prozent). Besonders gefragt sind Bio-Lebensmittel: der Umsatz wuchs um 11 Prozent. Welchen Anteil Migros-Bio, Alnatura und Demeter am Bio-Umsatz haben, wollte die Migros auf Anfrage nicht kommunizieren. 750 neue Eigenprodukte hat die Migros 2018 eingeführt; besonders das vegane und vegetarische Sortiment wurde erweitert (+8,1 Prozent).