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29.05.2015

Coop erhält Schweizerischen Umweltpreis 2015

Belieferung von Coop Verkaufsstellen per Bahn
(coop.ch) - Gestern Abend durfte Coop im Verkehrshaus Luzern den diesjährigen Umweltpreis der Schweizerischen Umweltstiftung entgegen nehmen. Der Preis wird jedes Jahr an Privatpersonen, Firmen und Organisationen verliehen, welche durch ihr Engagement einen wirkungsvollen Beitrag zur Lösung der heutigen Umweltprobleme leisten. Dieses Jahr wurde der Fokus der Preisvergabe auf die Gütermobilität gelegt. Coop erhielt den Umweltpreis 2015 für ihr Engagement in der Belieferung von Coop-Verkaufsstellen im unbegleiteten kombinierten Verkehr (UKV).

Der Güterverkehr in der Schweiz nimmt weiter zu und die Verkehrsinfrastrukturen gelangen langsam an ihre physischen Grenzen. Coop hat dieser Entwicklung schon früh Beachtung geschenkt. Mehr als zwei Drittel aller Transporte zwischen den nationalen und regionalen Verteilzentren erfolgen bei Coop schon heute mit der Bahn. Bei der Belieferung der Verkaufsstellen ab den Verteilzentren treibt Coop die Verlagerung der Warentransporte von der Strasse auf die Schiene stark voran.

Ein perfektes System

«Mit der railCare AG und deren System des unbegleiteten kombinierten Verkehrs aus Zug und Lastwagen schöpft Coop das Potential für die Verringerung des Güterverkehrs auf der Strasse zunehmend aus», erklärt Joos Sutter, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Coop. Und: «Durch den Einsatz der kurzen und schnellen railCare-Züge haben wir die Möglichkeit zur effizienten Belieferung von Verkaufsstellen.» RailCare Zugkompositionen und Lastwagen benötigen darüber hinaus keine Terminalanlage für den Umschlag der Wechselbrücken; dieser erfolgt per Horizontalumschlag zwischen Zug und Lastwagen direkt neben den Geleisen.

Den Stau umfahren
Das System der railCare wird von Coop erfolgreich angewendet. So werden beispielsweise in der Stadt Genf sämtliche über 40 Coop Supermärkte nur noch per Bahn ab dem Lager Aclens im UKV beliefert. Vormals wurden jeden Tag 49 Lastwagentouren von Aclens nach Genf gefahren. Bei Coop Bau+Hobby wurden früher alle 81 Verkaufsstellen schweizweit per Lastwagen ab dem nationalen Lager Thun-Gwatt versorgt. Nun wird die Ware für 69 Baumärkte in Wechselbehältern ab dem nationalen Lager per Zug zu einem Logistik-Hub in deren Nähe gebracht und von dort per Lastwagen zur Verkaufsstelle gefahren.

180 mal um die Erde
Insgesamt hat Coop mit den UKV-Transporten durch railCare allein im Jahr 2014 7,2 Millionen Lastwagenkilometer eingespart. Das entspricht einer Strecke von 180 mal um die Erde. Dadurch konnten 6'400 Tonnen CO2-Ausstoss vermieden werden. UKV-Transporte sind somit ein wichtiger Beitrag zur Coop-Vision "CO2-neutral bis 2023".

Dietikon
Die Belieferung der über 280 Coop Pronto Verkaufsstellen erfolgt derzeit von der Verteilzentrale in Schafisheim aus per Lastwagen. Ab September 2017 werden diese Verkaufsstellen ab der Verteilzentrale Dietikon beliefert. Von dort wird die Ware für die 90 Coop Pronto Verkaufsstellen in der Westschweiz, im Grossraum Bern, im Wallis und im Tessin in Wechselbehältern per Zug zu einem Logistik-Hub in deren Nähe gebracht und von dort per Lastwagen transportiert.

Schafisheim
Tiefkühl-Produkte werden heute ab den Verteilzentralen in Hinwil, Givisiez und Lupfig mit Lastwagen zu den über 1'000 Coop Supermärkten und Coop Pronto Verkaufsstellen transportiert. Ab Frühjahr 2017 werden diese Produkte von der neuen, einzigen nationalen Tiefkühl-Verteilzentrale in Schafisheim ausgeliefert. Von dort werden sie für die Westschweiz, den Grossraum Bern, das Wallis, Tessin und Rheintal sowie für Graubünden in Wechselbehältern per Zug zu einem Hub und von dort per Lastwagen transportiert.

Biel
In Biel wird 2018 ein Hub für die railCare AG errichtet. Die Belieferung der umliegenden Region kann damit ebenfalls im unbegleiteten kombinierten Verkehr mit railCare erfolgen.

Coop senkt ihren CO2-Ausstoss stetig

Um die Emission von CO2 zu senken, reduzieren wir kontinuierlich unseren Energieverbrauch und setzen auf erneuerbare Energieträger. 2014 ist es uns gelungen, den jährlichen CO2-Ausstoss in den relevanten Bereichen unseres Unternehmens um 21,6 Prozent (im Vergleich zu 2008) zu verringern. Unser Ziel ist es, bis 2023 den absoluten jährlichen Ausstoss um insgesamt 50 Prozent (im Vergleich zu 2008) zu reduzieren. Die verbleibenden CO2-Emissionen werden ab 2023 durch die Finanzierung von hochwertigen Projekten kompensiert.

«Wir brauchen genau solche Taten, um bis 2023 CO2 neutral zu werden, wie sich das Coop vorgenommen hat», erklärt Joos Sutter. «Wir werden in den nächsten Jahren noch Vieles bewegen für mehr Nachhaltigkeit.»

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