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21.06.2019

Breiteres Sortiment an Obst und Gemüse schlägt auf Kosten bei den deutschen Discountern

(lebensmittelzeitung.net) - Lidl rückt in Deutschland immer näher an den grössten Discounter Aldi heran. Gleichzeitig machen steigende Personalkosten beiden Gesellschaften zu schaffen.
Die Umsätze von Aldi Süd haben im Jahr 2018 einen neuen Höchstwert erreicht. Um mehr als 200 Mio. Euro legte der Netto-Umsatz des Discounters zu und lag damit erstmals über 15 Mrd. Euro. Aldi Nord hingegen stagnierte mit 11,75 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau. Damit blieb Aldi insgesamt hinter Wettbewerber Lidl zurück, der seit Jahren das Discount-Segment antreibt.

Seit dem Geschäftsjahr 2015/16 schaffte Lidl einen Mehrumsatz von mindestens 1 Mrd. Euro pro Jahr. Mit 22,7 Mrd. Euro Gesamtumsatz ist Lidl dem Rivalen Aldi inzwischen dicht auf den Fersen.
Aldi hat bereits reagiert und will mit grossem personellem und finanziellem Aufwand die Wende herbeiführen. Aldi Nord und Aldi Süd arbeiten zudem so intensiv wie nie zuvor zusammen. Sie kaufen gemeinsam ein, harmonisieren die Sortimente und investieren in Filialen und Werbung.

Neue Konzepte erfordern hohen Personaleinsatz

Mit der Neuausrichtung stiegen die Kosten bei Aldi allerdings schneller als die Umsätze. Aldi Nord erreichte im Jahr 2017 erstmals einen Personalkosten-Anteil von 9 Prozent. Bei Aldi-Süd war der Sprung nicht ganz so stark, doch auch hier liegt man inzwischen bei 8,5 Prozent.

Mit verantwortlich ist das auf mehr als 100 Artikel ausgebaute Obst- und Gemüsesortiment, denn es muss regelmäßig gepflegt werden.
Auch Brot-Backstationen und das intensivierte Aktionsgeschäft halten das Personal auf Trab und treiben die Kosten nach oben. Das Management ist denn auch überzeugt davon, dass sich die Investitionen in Konzept und Personal in den kommenden Jahren auszahlen. Aldi will so die Stammkunden halten und neue vom traditionellen Detailhandel abwerben. Dafür hat Aldi auch erneut in günstigere Preise investiert.