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16.04.2015

30 Jahre FRUCTUS und Stabübergabe

(fructus.ch) - FRUCTUS wurde 1985 in Zürich gegründet und zählt heute 1100 Mitglieder. An der Jubiläums-GV vom 11. April 2015 trat der langjährige Präsident Klaus Gersbach zurück. Nachfolger ist Kaspar Hunziker, ein profunder Obstkenner.

Die Ziele von FRUCTUS, der Vereinigung zur Förderung alter Obstsorten und Hochstamm-Obstgärten sind die Erhaltung der genetischen Vielfalt einheimischer Obstsorten, die Förderung des traditionellen Hochstamm-Obstbaus und der vielseitigen Obstverwendung sowie die Sensibilisierung der Öffentlichkeit. Dadurch sollen auch in Zukunft robuste, alte Sorten für die Landschaftsgestaltung, die Züchtung neuer Sorten und für eine nachhaltige Obstproduktion verfügbar sein.

30 Jahre FRUCTUS - eine Erfolgsgeschichte
Die Entstehung von FRUCTUS ist den weitsichtigen Persönlichkeiten Dr. Karl Stoll (Wädenswil) und Prof. Roger Corbaz (Prangins) zu verdanken. Sie erkannten die Gefahr für die Biodiversität durch den starken Rückgang der Hochstamm-Obstbäume in der Schweiz. Stoll und Corbaz nahmen die Bedrohung der Sortenvielfalt und der Lebensräume insbesondere für Vogelarten wahr und handelten, in dem sie die Vereinigung FRUCTUS gründeten. FRUCTUS ist national tätig, das Markenzeichen ist obstbauliche und naturkundliche Professionalität. Der Kontakt mit Obstfachstellen, dem Schweizer Obstverband und Agroscope ist rege. FRUCTUS versucht das Verständnis für die Sortenvielfalt zu wecken, ohne den modernen Obstbau anzuzweifeln. Sortenausstellungen, welche Tausende von Besuchern anlocken und auf grosses Medienecho stossen, sind wichtige Botschafter der FRUCTUS-Anliegen. Rückenwind erhielt FRUCTUS durch die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der Pflanzengenetischen Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft (NAP-PGREL). Mit Projekten, welche durch das Bundesamt für Landwirtschaft unterstützt wurden, leistet FRUCTUS seit über 16 Jahren wertvolle Arbeit im Bereich der Inventarisierung, Erhaltung, Beschreibung und Nutzung der Obstsortenvielfalt. Die Mitglieder, die sich für die Ziele der Vereinigung einsetzen, sind ein wichtiges Kapital von FRUCTUS. Das jährlich viermal erscheinende Bulletin, regionale Ausstellungen, Exkursionen und Kurse sowie die Pressearbeit und Standaktionen zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit sind tragende Pfeiler der Vereinigung. Dazu gehört auch die von FRUCTUS lancierte Idee zur „Schweizer Obstsorte des Jahres“: eine alte Obstsorte mit aussergewöhnlichen Eigenschaften wird während eines Jahres ins Rampenlicht gestellt. 2013 konnte eine Geschäftsstelle eingerichtet werden und FRUCTUS präsentiert sich mit 30 Jahren jung, professionell und dynamisch. Überzeugen Sie sich selbst an einer Veranstaltung aus dem Jubiläumsprogramm auf www.fructus.ch/30jahre.

Klaus Gersbach tritt nach 16 Jahren als Präsident zurück
Klaus Gersbach ist Gründungsmitglied von FRUCTUS und seit 1985 im Vorstand 1999 hat er das Präsidium von Karl Stoll übernommen.

Besonders verantwortungsvoll war sein Start als Präsident, weil in diesen Jahren die Bundesprojekte im Rahmen des NAP-PGREL starteten. FRUCTUS war mit der nationalen Inventarisierung von Obst und Beerensorten betraut worden. Ebenso galt es, zusammen mit anderen Organisationen und Bundesstellen, Richtlinien und Finanzierungsformen für die Erstellung von Sortensammlungen in die Wege zu leiten. Gersbach war Mitautor beim Buch „Rosenapfel und Goldparmäne“ sowie intensiv bei der Planung und Durchführung der nationalen Sortenausstellungen in Frauenfeld 2005 und Zug 2011 engagiert. Mit der Unterstützung von über 70 Helferinnen und Helfern, des Vorstandes und dank sehr guter Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des Schweizer Obstverbandes ist eine grossartige Ausstellung entstanden. Die darin integrierte Europom hat mitgeholfen, dass in Zug 1740 Sorten gezeigt werden konnten, was zu einem Eintrag in das Guinness Buch der Rekorde geführt hat.

Dank seinem Netzwerk in der Obstbranche, der Zusammenarbeit mit Agroscope und den Verantwortlichen des NAP-PGREL ist es Gersbach zusammen mit dem Vorstand gelungen, den Verein auszubauen und zu professionalisieren.

Zusammen mit dem damaligen Vizepräsidenten Simon Egger sowie Vorstandsmitglied Jos Vandebroek ist es Gersbach gelungen, mit IP-Suisse und Migros/TERRASUISSE hervorragende Partner zu finden. Das Sponsoring ist dank dem Projekt „FRUCTUS-Sortenlisten robuster Apfelsorten für den Feldobstbau“ zustande gekommen, einer für alle zugängliche Dienstleistung, die weiter ausgebaut wird.

Als schönste Arbeit und grösstes Erlebnis mit FRUCTUS bezeichnet Gersbach die Beobachtungen im Sortengarten Höri und das Auffinden einer alten, fast vergessenen Sorte mit einmaliger Robustheit gegen diverse Obstbaumkrankheiten. Als diese Sorte, der „Wehntaler Hagapfel“, 2013 und 14 auch keine Symptome der neuen Blattfallkrankheit Marssonina zeigte, war die für ihn grösste Entdeckung seines FRUCTUS-Engagements perfekt. Das entspreche genau der Motivation und dem Ziel der beiden Pomologen Stoll und Corbaz bei der Gründung von FRUCTUS, meinte er.

Klaus Gersbach wird den Vorstand mit der GV 2015 verlassen, aber weiterhin aktiver „Fructüssler“ bleiben und unter anderem die Koordination der Arbeiten im Bereich der molekulargenetischen Sortenidentifikation weiterführen. Ihm gebührt ein grosser Dank für seinen enormen Einsatz zugunsten von FRUCTUS!

Auf Klaus Gersbach folgt Kaspar Hunziker
Kaspar Hunziker (36) wird der Nachfolger von Klaus Gersbach als Fructus-Präsident. Ihm ist der Obstbau quasi in die Wiege gelegt worden, er wuchs in Feldbach am Zürichsee auf dem elterlichen Betrieb auf, den er mittlerweile übernommen hat. Zusammen mit seiner Familie bewirtschaftet der gelernte Obstbauer und diplomierte Ingenieur FH Hortikultur, drei Hektaren Obstkulturen. Hunzikers Faszination für Vielfalt spiegelt sich auch im Sortiment seiner angebauten Obstarten und Sorten wider. Nebst Kernobst wachsen auf dem Hof an bester Seelage auch Zwetschgen, Kirschen, weissfleischige Pfirsiche, Kiwi, Feigen, Tafeltrauben, diverse Beerenarten, Baumnüsse oder Kaki. Seit letztem Jahr betreut Hunziker zudem eine Sammlung im Rahmen des NAP-PGREL, in der 75 Kirschensorten langfristig erhalten werden. Der Vater einer Tochter hat zudem fast 10 Jahre lang an der Agroscope in Wädenswil gearbeitet. Im Auftrag von FRUCTUS leitete er von 2011 bis 2014 das NAP-PGREL Projekt Beschreibung von Obstgenressourcen II (BEVOG II). Zuvor hat er bereits im Vorgängerprojekt BEVOG I und in der Apfelzüchtung gearbeitet. Seit 2011 ist Kaspar Hunziker Vorstandsmitglied von FRUCTUS. Die fundierte Ausbildung, die vielseitige Berufserfahrung und ein grosses obstbauliches Netzwerk machen ihn zur idealen Besetzung für das Präsidium von FRUCTUS.

Rücktritt von Birnenspezialist Urs Müller
Urs Müller tritt nach 24 Jahren aus dem Vorstand von FRUCTUS zurück. Er wird dem Verein aber weiterhin als Birnenspezialist zur Verfügung stehen und die Beschreibung von Birnensorten weiterführen.

Urs Müller besitzt selber eine Birnensammlung und pflegt intensiven Kontakt zu Birnenexperten im In- und Ausland. Dazu besuchte er auch oft die internationalen Pomologentreffen und die Europom, wo er jeweils Schweizer Sorten präsentierte. Selber organisierte er erfolgreich das Pomologentreffen 2009 am Arenenberg.

Einen besonderen Einsatz leistete Urs Müller bei der Organisation und Durchführung der nationalen Sortenausstellung 2005 in Frauenfeld. Gleichzeitig hatte er zusammen mit Simon Egger das wunderbare Werk „Pomologische Studien des frühen 19. Jahrhunderts“ von Caspar Tobias Zollikofer herausgegeben

Der Vorstand dankt Urs Müller und freut sich auf eine weitere, fruchtende Zusammenarbeit speziell im Bereich Birnen.

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